Langendorf
Gemeindepräsident zur Asylwohnung: «Umstände sind eine Zumutung»

Die Asylwohnung ist in sehr schlechtem Zustand. Deshalb werden Alternativen gesucht. Der Gemeinderat ist sich einig: Es müssen Lösungen her.

Nadine Schmid
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Die Liegenschaft mit den Asylunterkünften ist marode.

Die Liegenschaft mit den Asylunterkünften ist marode.

Hanspeter Baertschi

Die Asylunterkunft in Langendorf sieht alles andere als einladend aus. Rund um das Gebäude verteilen sich alte Stühle und ein ausrangierter Hometrainer. Der Lack am ehemaligen Schiessstand, der vor Jahrzehnten zu einer Wohnliegenschaft umgebaut wurde, blättert ab.

Aber auch innen hat die Substanz schwer gelitten. «Die Asylunterkunft befindet sich in sehr schlechtem Zustand», sagt Gemeindepräsident Hans-Peter Berger (SP). «Die Lebensumstände dort sind eine Zumutung.» Ersetzt wurde in der Liegenschaft immer nur, was gerade kaputt ging, sagt Gemeindeverwalter Kurt Kohl.

Deshalb müsse eine Lösung her, ist man sich im Gemeinderat einig. Wie diese konkret aussieht, wisse man noch nicht. Verschiedene Möglichkeiten wurden an der Ratssitzung vom Montagabend angesprochen. So die Idee, Container anzuschaffen, die vermutlich rund 400 000 Franken kosten würden.

Vorerst hält man am jetzigen Standort fest, kann sich aber auch vorstellen, diesen zu wechseln, wenn ein besserer Ort zur Verfügung stünde. Als Investitionsprojekt wird das Vorhaben schliesslich der Gemeindeversammlung vorgelegt werden. Berger betonte den Druck, unter dem die Gemeinden stünden. «In jedem Jahr steigen die Zahlen der Asylanten, die untergebracht werden müssen.»

Neue Fahrzeuge anschaffen

Abnützungen machen sich auch am 23-jährigen kommunalen Fahrzeug «Boschung Pony» bemerkbar. Dieses wird im Sommer als Wassertankträger, im Winter ergänzend als Schneeräumungsfahrzeug eingesetzt. Jetzt zeigen sich immer mehr Schäden. Da die Reparaturen kostspielig sind, soll es ersetzt werden; geprüft wurden mehrere Vehikel, die Entscheidung ist auf den «Piaggo Porter» gefallen, der etwas mehr als 27 000 Franken kostet und den mehrere Gemeinden nutzen. Es handelt sich um ein kostengünstiges und eher kleines Fahrzeug: Die Grösse war ausschlaggebend, da es in engen Verhältnissen eingesetzt wird.

Ebenso in die Jahre gekommen ist das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr, das 1989 in Betrieb genommen wurde. Im letzten Jahr traten Mängel auf, sodass kein sicherer Einsatz mehr gewährt werden kann. Gewisse Ersatzteile für eine allfällige Reparatur existieren nicht mehr. Deswegen stellte die Feuerwehrkommission den Antrag, ein neues Tanklöschfahrzeug, anschaffen zu dürfen.

Trotz des Fusionsgedankens zwischen den Feuerwehren Oberdorf und Langendorf mache die Anschaffung Sinn: In Langendorf wird es auch in ferner Zukunft eine Feuerwehrorganisation mit eigenem Ersteinsatzelement geben, dies wegen der geografische Lage und der Grösse der Gemeinde sowie der gesetzlichen Vorgabe um Hilfeleistung, nach der die Feuerwehr innert 10 Minuten ab Alarmeingang vor Ort sein muss.

Eine Arbeitsgruppe wird diese Ersatzbeschaffung vorbereiten, um sie dem Gemeinderat dann vorzulegen. Die Gebäudeversicherung (SGV) wird 35 Prozent der Fahrzeugkosten übernehmen.

Weiter entschied der Gemeinderat über die externe Begleitung bei der Schulraumerweiterungsplanung. Diese übernimmt die Firma Kontextplan.

Absage an Gesuch von FC

Pascal Arn, Kommandant, Leiter der Feuerwehr und Präsident der Feuerwehrkommission, wurde vom Oberleutnant zum Hauptmann befördert, Christoph Gerber, unter anderem Offizier und Ausbildner, wurde vom Leutnant zum Oberleutnant ernannt.

Das Gesuch des Fussballclubs Lommiswil, der um eine finanzielle Unterstützung bei der Flutlichtanlage des Juniorenfelds erbat, wurde abgelehnt. Der Gemeinderat argumentierte einstimmig, dass Langendorf in der Vergangenheit den FC Lommiswil bereits mehrmals finanziell unterstützt habe, zuletzt 2013 mit 27 000 Franken bei der Erweiterung des Dusch- und Garderobenbereichs.

Bachsanierung im Februar

Am 8. Februar ist der Baubeginn der Bachsanierungsarbeiten durch den Kanton im Bereich der Gemeindegrenze zu Oberdorf bis ungefähr auf die Höhe der Grünernstrasse angesetzt. Im Bereich Sunnerain am Wildbach bestehen noch weitere Schäden, nämlich am Ufer und der Bachsohle. Diese müssen durch die Gemeinde saniert werden. Diese Sanierungsarbeiten sollen gleichzeitig mit denen des Kantons durchgeführt werden. (Mitarbeit: crs)

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