Hüniken
Gemeindepräsident verdient jetzt das Doppelte

Das Budget 2017 der Gemeinde Hüniken schliesst mit einem Überschuss von 50'000 Franken. Mit dem Budget werden auch einige Gehälter angepasst. So erhöht sich das Gehalt des Gemeindepräsidenten von 2200 auf 4400 Franken.

Rahel Meier
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Gemeindepräsident Jürg Schibler wird jetzt besser entlöhnt. (Archiv)

Gemeindepräsident Jürg Schibler wird jetzt besser entlöhnt. (Archiv)

Hanspeter Bärtschi

In Hüniken wird im Jahr 2017 mit einem Ertragsüberschuss von 50'000 Franken gerechnet. Das hat auch damit zu tun, das die 4. Etappe im Weieracker erschlossen wird und zwei Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Die Bevölkerung wird deshalb um voraussichtlich 30 Prozent anwachsen. Der Steuerertrag wurde deshalb für 2017 auf 350'000 Franken geschätzt (2016: 250'000).

Der Gesamtaufwand liegt bei 547'240 Franken, der Gesamtertrag bei 596'705 Franken. In den Spezialfinanzierungen werden Ertragsüberschüsse erwartet, sodass weder bei den Gebühren noch beim Steuersatz für das kommende Jahr Änderungen nötig sind, wie Finanzverwalter Peter Felder den 23 anwesenden Stimmberechtigten erklärte.

Die Umstellung auf die Schülerpauschalen reisst auch in Hüniken ein Loch in die Kasse. Werden diese Beiträge dem Beitrag aus dem Lastenausgleich gegenübergestellt, dann kommen fast 35'000 Franken weniger in die Gemeindekasse.

Unbestritten war die Kostenbeteiligung Hünikens an die verschiedenen Institutionen in und um Solothurn. Total zahlt die Gemeinde 974 Franken und damit sogar ein bisschen weniger als in den letzten Jahren. Auch der Betrag von 7300 Franken als Beitrag an das neue Tanklöschfahrzeug der Regionalfeuerwehr äusseres Wasseramt wurde einstimmig genehmigt.
Unbestritten war auch die Notwendigkeit der Sanierung von Flurwegen in der Gemeinde.

Begonnen werden soll mit dem Weg, der neben der Liegenschaft von Walter Gloor in Richtung Norden führt. 45 000 Franken sind dafür veranschlagt. Das erschien einigen dann doch etwas hoch, schnell fiel das Wort «Luxusvariante». Gemeindepräsident Jürg Schibler war sich sicher, dass nicht der ganze Betrag gebraucht werde. Er erklärte zudem, dass ein Gesamtkonzept für die Sanierung ausgearbeitet wurde, das beim Kanton eingegeben wird. «So können wir von Subventionen profitieren.» Mit einer Gegenstimme wurde der Betrag schliesslich genehmigt.

Viele Reaktionen

Mit dem Budget 2017 werden auch einige Gehälter in Hüniken angepasst. Der Auslöser war, wie Gemeindepräsident Schibler erklärte, ein Artikel in dieser Zeitung. Mit diesem wurden die Gehälter der Gemeindepräsidenten im Wasseramt, im Bucheggberg und im Leberberg verglichen. Dabei zeigte sich, dass Schiblers Entschädigung mit Abstand die Kleinste ist. «Wir haben uns gesagt, das kann so nicht sein», erklärte Gemeinderätin Kathrin Berger. Schibler erhält 2200 Franken und arbeitet jährlich rund 300 Stunden für die Gemeinde.

Neu erhält er 4400 Franken. Auch die Entschädigung für die Gemeindeschreiberin wurde von bisher 1800 auf neu 2200 Franken erhöht. Für das Vizepräsidium werden neu 600 Franken ausbezahlt (bisher 400) und für die Gemeinderätin/den Gemeinderat 500 (300). Profitieren von der neuen Dienst- und Gehaltsordnung dürfen auch Dorfweibel, Webmaster und Zählerableser. Alle anderen Beträge wurden auf dem bisherigen Stand belassen. Die Hüniker genehmigten die Erhöhungen einstimmig und diskussionslos.

Kuno Leuenberger informierte über den stand in der Regionaschule äusseres Wasseramt, wo ein neuer Kostenverteiler zwischen den Gemeinden gefunden wurde. «Es ist alles auf guten Wegen», meinte er.

Abschliessend rief Jürg Schibler dazu auf, dass sich alle weiterhin am Leben im Dorf beteiligen sollen. «Denkt daran. Nächstes Jahr ist ein Wahljahr.»

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