Schnottwil
Gemeindepräsident Jürg Willi zieht sich zurück

Im Gemeinderat erklärte Gemeindepräsident Jürg Willi seinen Rücktrittper Ende Legislatur.

Gundi Klemm
Drucken
Teilen
Gemeindepräsident Jürg Willi tritt zu den Neuwahlen nicht an.

Gemeindepräsident Jürg Willi tritt zu den Neuwahlen nicht an.

az

Lange genug angekündigt, stehen für die im kommenden Sommer beginnende Legislatur neue Kräfte zur Verfügung. Nach insgesamt zwölf Jahren im Gemeinderat, davon sechs als Gemeindepräsident, möchte sich Jürg Willi beruflich wieder mehr um sein Geschäft kümmern. «Aber weiterhin bleibe ich an der Politik sehr interessiert und unterstütze die Gemeinde gerne bei ihren verschiedensten Aufgaben», sagt der demnächst scheidende Gemeindepräsident.

Er stamme nämlich aus einer Familie, deren Mitglieder sich immer für öffentliche Belange engagiert hätten. Dieser Tradition werde er weiterhin folgen. Aus dem Gemeinderat verabschieden sich ausserdem Adrian Suter, der für das Ressort Liegenschaften verantwortlich war, und Sabine Leuthold, die Bau und Werke betreute.

Die Nomination der Kandidaten und Kandidatinnen für den Gemeinderat findet Ende Januar statt. Auch in den Kommissionen gebe es einige Demissionen. «Aber angesichts von gutem Nachwuchs und der Bereitschaft in unserm Dorf, ein öffentliches Amt zu übernehmen, sind wir zuversichtlich, alle Lücken füllen zu können», sagt Jürg Willi.

Eigene Bedürfnisse prüfen

Durch die Verlagerung der Poststelle in den Volg-Laden im «Kronehof» stehen nun eine Wohnung und die Räumlichkeiten im Erdgeschoss des ehemaligen Postgebäudes leer. Für einen Kredit von 60 000 Franken hat der Rat beschlossen, das ganze Haus bezüglich Heizung und Elektroleitungen zu sanieren.

Eingeschlossen in dieses im kommenden Sommer stattfindende Vorhaben ist auch die Viereinhalb-Zimmer-Wohnung im Haus, die weiterhin aber vermietet bleibt. «Zu Beginn der neuen Legislatur wird der Rat prüfen, ob eigene, sprich kommunale Bedürfnisse zur Nutzung dieser gut gelegenen Liegenschaft vorhanden sind.» Für die bisherigen Posträumlichkeiten hätten bereits mehrere Personen ihr Interesse angemeldet, so Willi.

Solaranlage auf Schulhaus

Im kommenden Sommer sollen der Mitteltrakt des Schulhauses und sein Dach mit zusätzlicher Voltaik erneuert werden. Um sich weiter in Richtung Nutzung alternativer Energien zu entwickeln, beschloss der Rat einen Bruttokredit von 57 000 Franken, um die Solaranlage auf dem Schulhausdach für den Eigenverbrauch im Schulhaus nutzen zu können. Zudem soll die Erschliessung mit Fernwärme im Dorf erweitert werden.

Gegenwärtig werden bereits 36 Liegenschaften in Schnottwil durch die im Schulhaus von einer Aktiengesellschaft betriebene Fernwärmeanlage versorgt. Die Betriebsgesellschaft besteht mehrheitlich aus Aktionären der Bürger- und der Einwohnergemeinde. Auf der Grundlage des Kantonalen Vorprüfungsberichts kann nun diese Erweiterung diskutiert werden.

Herzlich gratulierte der Rat dem 19- und 20-jährigen Geschwisterpaar Nina und Marc Meylan, die an der Karate-Schweizer-Meisterschaft 2016 den zweiten Rang erkämpften. «Seit Jahren schon sind diese jungen Leute alljährlich auf dem Podest», stellte mit Stolz der Gemeindepräsident fest.

Aktuelle Nachrichten