Riedholz

Gemeindepräsidentin Jasmine Huber demissioniert

Gemeindepräsidentin von Riedholz: Jasmine Huber

Gemeindepräsidentin von Riedholz: Jasmine Huber

Riedholz muss sich auf ein Gemeindepräsidium ad interim vorbereiten. Jasmin Huber hat demissioniert.

Die Überraschung ist gross, liest man die Traktandenliste der nächsten Gemeinderatssitzung. Traktandum 5 behandelt den Antrag Demission der Gemeindepräsidentin, Traktandum 6 den Antrag Entschädigung für das Gemeindepräsidium ad interim bis Ende Juli 2020 und Traktandum 7 die Genehmigung der Wahltermine für das Gemeindepräsidium.

In ihrem Demissionsschreiben, das sie der Redaktion zur Verfügung stellte, schreibt Jasmine Huber: «Das Leben ist oft nicht planbar oder der Zeitpunkt nicht ideal.» Sie habe eine Zusage ihres neuen Arbeitgebers aus dem Luzernischen erhalten, wo sie ab 1. Januar 2020 ein 80-Prozent-Pensum starten wird. Unter diesen Umständen sei es ihr nicht mehr möglich, weiterhin als Gemeindepräsidentin (30 Stellenprozente) zu wirken, weshalb sie auf Ende 2019 demissioniere. Sie sei immer auf Stellensuche gewesen, erklärt sie auf Anfrage, weil das Pensum für das Gemeindepräsidium zu gering sei. «Die Arbeit rechtfertigt ein Pensum von 50 bis 60 Stellenprozenten», so Huber.

Der Vizegemeindepräsident übernimmt

Ad interim werde Vizegemeindepräsident Beat Graf bis zu den Neuwahlen das Amt des Gemeindepräsidenten übernehmen. Er sei informiert und sie wisse, dass sie so die Geschicke der Gemeinde in gute Hände gebe. Der Gemeinderat wird über einen Wahltermin entscheiden müssen. Möglicher Termin ist der 17. Mai 2020.

Die Gemeindepräsidentin ist seit 10 Jahren Gemeinderätin. Im Juni 2013 wurde sie zur Gemeindepräsidentin gewählt. Damals war sie die einzige Kandidatin. Vier Jahre später behielt sie gegen zwei Widersacher klar die Oberhand. In ihre Amtszeit fielen für das Dorf bedeutende Projekte. Für die Industriebrache im Attisholz musste ein Teilleitbild entwickelt werden. Mit der Firma Halter AG konnte ein Investor gefunden werden. Das andere wichtige Geschäft ist die noch nicht ganz abgeschlossene Ortsplanungsrevision. Im Bildungsbereich durfte Huber den Doppelkindergarten einweihen und erhielt von der Gemeindeversammlung die Genehmigung, den Schulhausanbau aufzustocken. Zudem wurde sie vor kurzem zur neuen Präsidentin der Gemeinsamen Schule Unterleberberg gewählt.

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