In Steilhanggebieten, zu denen auch der Jurasüdfuss gehört, ist der Wald als Schutzmassnahme gegen Steinschlag und Bergrutsche von tragender Bedeutung. Auch dient er bei starken Regenfällen als wichtiger Speicher. Mit Holzschlägen an Bachufern und einer Waldverjüngung soll der Schutz durch den Wald gewährleistet werden.

So kann auf teure Schutzbauten verzichtet werden. Das Schutzwaldprojekt soll noch in diesem Jahr starten und über acht Jahre laufen, wie Kreisförster Ulrich Stebler an der Präsidentenkonferenz Unterleberberg (GUS) ausführte. Die finanziellen Beiträge würden in zwei Etappen und damit jeweils für vier Jahre geregelt. Dem Kanton komme die Verpflichtung zu, minimale Massnahmen umzusetzen, um Gefahren einzudämmen. So übernähme der Kanton 80 Prozent der Kosten, die restlichen 20 Prozent müssten von den Nutzniessern des Waldes, demnach den Gemeinden, getragen werden. «Es ist ein Solidaritätsprojekt», sagte Stebler.

Bereits 2013 wurde das Projekt vorgestellt und scheiterte am Hubersdorfer Gemeinderat, der den Beitrag im finanziellen Verteiler als zu hoch einstufte. Argumentiert wurde damals, dass Hubersdorf sich bereits bei eigenen Bachsanierungen eingesetzt habe. «Mit 1000 Franken pro Jahr wird Hubersdorf zustimmen können», ist Hubersdorfer Gemeindepräsident Gregor Schneiter nun überzeugt.

Der vom Kreisförster neu ausgearbeitete Verteiler wurde deshalb direkt in der Gemeindepräsidentenkonferenz noch einmal angepasst. Für Hubersdorf war eigentlich eine jährliche Beitragszahlung von 2500 Franken vorgesehen. Jährlich müssten alle Gemeinden zusammen 9200 Franken zahlen.

Balm bei Günsberg und Flumenthal teilten die überschüssigen 1500 Franken von Hubersdorf unter sich auf, wobei Balm den grössten Teil der Kosten übernahm und neu nicht 600 sondern 2000 Franken zahlen würde. «Es ist wichtig, dass das Projekt starten kann», erklärte der Flumenthaler Gemeindepräsident und Sitzungsvorsitzende Christoph Heiniger.

Vereinheitlichung als Vorschlag

Weiter wurde über die Schulärzte und die Schulzahnärzte gesprochen. Die GSU schlägt diesbezüglich ein einheitliches Vorgehen an den Schulen vor. «Es kommt immer wieder vor, dass ein Kind in einer anderen Gemeinde zur Schule geht, als es wohnt. Wenn in diesen Gemeinden die Untersuchung nicht gleich geregelt wird, tritt für das Kind eine Sonderlösung in Kraft», erklärte Heiniger.

Dies sei für alle Beteiligten mühsam, nicht zuletzt auch für das Kind. Eine Vereinheitlichung würde dies vereinfachen. Die Hoheit trügen bei diesem Sachverhalt die Gemeinden. «Es soll keine Forderung sein, sondern ein Vorschlag», führte der Vizepräsident der GSU weiter aus. Die GSU könne sich vorstellen, gewisse Dienstleistungen zu übernehmen, wie das Aufbieten der Schüler.