Recherswil

Gemeindepersonal braucht dringend Entlastung

Die Gemeindeschreiberin und die Finanzverwalterin haben zurzeit bereits insgesamt 290 Überstunden angesammelt.

Die Gemeindeschreiberin und die Finanzverwalterin haben zurzeit bereits insgesamt 290 Überstunden angesammelt.

Der Gemeinderat hat zugestimmt, eine Stelle in einem 40-Prozent-Pensum, befristet bis Ende Jahr, auszuschreiben. Dies soll verhindern, dass beim Gemeindepersonal noch mehr Überstunden auflaufen.

Wiederum gab es im Gemeinderat Recherswil lange Diskussionen um das Gemeindepersonal und die Anzahl der Stellenprozente der Angestellten. Dies, nachdem Gemeindepräsident Hardy Jäggi den Antrag gestellt hatte, eine Stelle in einem 40-Prozent-Pensum, befristet bis Ende Jahr, auszuschreiben. Die Gemeindeschreiberin und die Finanzverwalterin haben zurzeit bereits insgesamt 290 Überstunden angesammelt.

Nach der Kündigung der dritten Angestellten, die die Gemeindeverwaltung Mitte März verlassen hat, wurde das Bausekretariat neu im Mandatsverhältnis bis ende Jahr besetzt. Die 40 Prozent, die für Schalterdienst und Stellvertretungen vorgesehen waren, entfallen aber. Damit nicht noch mehr Überstunden auflaufen, weil die Einführung von HRM2 ansteht und zudem die Umstellung auf eine neue Software, brauche es eine Entlastung, so Jäggi. Der Gemeinderat stimmte schliesslich einstimmig zu und die Stelle wird schnellstmöglich ausgeschrieben.

Die Schulvereinbarung zwischen den Gemeinden Recherswil und Obergerlafingen wurde genehmigt. Damit wurden auch drei wichtige strategische Ziele festgelegt. Das Wichtigste: Die gemeinsame Schule soll erhalten bleiben. Das zweite: Kindergarten, 1. und 2. Klasse sollen im Dorf unterrichtet werden. Begründete Ausnahmen sollen aber möglich bleiben. Das dritte Ziel ist, dass der Unterricht qualitativ hoch sein soll und die Quote der Übertritte in die Sek P und E höher als im kantonalen Durchschnitt.

Der Gemeinderat will, dass der Finanzplan künftig sorgfältiger erarbeitet wird. Aus diesem Grund werden die Kommissionen und die Budgetverantwortlichen dazu aufgefordert bis Ende Juni eine Zusammenstellung aller geplanten Vorhaben für die Jahre 2015 bis 220 aufzulisten, die mehr als 50 000 Franken kosten. Mit einem besseren Finanzplan könnten die zukünftige Entwicklung des Finanzhaushaltes und die finanziellen Folgen von geplanten Investitionen besser abgeschätzt und geplant werden.

Der Igu-Trail, der bisher im Rahmen von schweiz.bewegt organisiert wurde, soll fest installiert werden. Der Parcours quer durch das ganze Dorf soll 20 Posten haben und das ganze Jahr ablaufbar sein. Der Igu-Trail wird durch «Familie aktiv» organisiert. Der Gemeinderat hat beschlossen, dass der Werkhof die Installation der Infotafeln, im Sinne eines Sponsorings, übernehmen soll. Im Budget ist dies mit einem Betrag von 1000 Franken eingesetzt.

Neu sollen alle Kommissionsmitglieder, Funktionäre und Angestellten einen Betrag von 50 Franken für ein Jahresschlussessen erhalten. Dies war bisher nicht einheitlich geregelt und so ergaben sich Ungerechtigkeiten. Wie dieser Betrag genau verwendet wird, ist aber weiterhin den einzelnen Kommissionen oder Abteilungen überlassen.

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