Billiger

Gemeinde Zuchwil wechselt auf 2020 den Stromanbieter

In Zuchwil hatte die AEK einige Projekte umgesetzt – wie diese Elektroladestation. (Archiv)

In Zuchwil hatte die AEK einige Projekte umgesetzt – wie diese Elektroladestation. (Archiv)

Der Stromlieferungsvertrag mit der derzeitigen Anbieterin AEK läuft Ende Dezember 2019 aus. Der Gemeinderat Zuchwil hat nun entschieden, den Energieversorger zu wechseln. Die Elektrizität wird ab 2020 neu von der Regio Energie Solothurn bezogen.

Der Stromlieferungsvertrag mit der derzeitigen Anbieterin, der AEK, läuft Ende Dezember 2019 aus. Nun hat der Gemeinderat Zuchwil entschieden, den lokalen Energieversorger im Bereich Strom zu wechseln, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Somit würden die Einwohnerinnen und Einwohner Zuchwils aber auch die Gemeinde selber die Elektrizität ab dem 1. Januar 2020 neu von der Regio Energie Solothurn beziehen.

Aufgrund unterschiedlicher Beschaffungsweise kann die Regio Energie zurzeit den Strom günstiger einkaufen, was sich in tieferen Preisen für die Einwohnerinnen und Einwohner auswirke, begründet der Gemeinderat den Entscheid. «Die Regio Energie kauft an der Strombörse ein. Die AEK bezieht die Energie von den eigenen Werken», erklärt dazu Gemeindepräsident Stefan Hug.

Mit ihrem Preisaufschlag habe die AEK die Diskussionen um den Strompreis ins Rollen gebracht. «Diskussionen, die nicht mehr aufgehalten werden konnten», so Hug. Denn die AEK sei jederzeit ein absolut fairer und verlässlicher Partner der Einwohnergemeinde gewesen. «Wir waren mit der Dienstleistung der AEK immer zufrieden.»

Der Preis stand klar im Vordergrund

Der Entscheid sei dem Gemeinderat deshalb nicht leicht gefallen. Aber sowohl bei der Kündigungsdebatte wie auch beim aktuellen Strombezugsentscheid habe die kostengünstige Beschaffung des Stromes im Vordergrund gestanden. Im Gemeinderat habe eine eigentliche Spardiskussion stattgefunden. «Wir stehen vor schwierigen Jahren», ist Hug überzeugt. Zuchwil müsse insbesondere bei den Investitionen zurückfahren. Falle die Wirtschaft in eine Rezession, würde sich dies im Zuchwiler Gemeindehaushalt «gnadenlos» niederschlagen.
Mit Regio Energie Solothurn komme kein fremder Anbieter ins Haus, sagt Hug. Zuchwil kooperiere bereits mit der Regio Energie und beziehe sowohl Erdgas wie auch Fernwärme vom Solothurner Energielieferanten.

Mit dem zusätzlichen Einbau von Messgeräten in den bestehenden Trafostationen schaffe die Gemeinde die Möglichkeit, mittelfristig die Energie selber zu beschaffen. Die Absicht der Realisierung eines kommunalen Elektrizitätswerkes sei Teil der Diskussionen im Gemeinderat anlässlich der Beratungen zur Kündigung gewesen. «Wir besitzen bereits das ganze Netz und haben dieses bisher gut unterhalten, deshalb gehen wir tatsächlich davon aus, dass wir den Strom mit einem eigenen Elektrizitätswerk günstiger anbieten könnten», sagt Stefan Hug. Das werde aber in den nächsten fünf Jahren kein Thema sein.

Diskussionen begannen im Frühsommer 2018

Die Kündigung der AEK-Stromlieferungsverträge erfolgte im Juni 2018 auf Ende 2019. Kurz darauf wurde die Arbeitsgruppe Strom ins Leben gerufen. In elf Sitzungen wurde eine Ausschreibung an regionale Stromanbieter erarbeitet. Zu diesem Zweck wurde eine unabhängige Fachstelle beigezogen. Im September 2019 werden die entsprechenden Verträge mit der Regio Energie ausgearbeitet. An der Sitzung vom 26. September wird der Gemeinderat über den definitiven Stromlieferungsvertrag befinden.

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