Zurzeit liegt die Ortsplanungsrevision in Langendorf zur Mitwirkung auf. Aus diesem Grund wurde eine Informationsveranstaltung durchgeführt. Gegen 70 Einwohnerinnen und Einwohner nützten die Gelegenheit, sich die Überlegungen der Behörden erklären zu lassen und ihre Fragen zu stellen.

«Die Diskussionen verliefen in einem sehr angenehmen Rahmen», erklärte Bauverwalter Urs Zaugg auf Anfrage. Man habe gut gespürt, dass viele Langendörfer sich bereits mit den Unterlagen auseinandergesetzt hätten.

Wildparkiererei ärgert

Ein Thema das angesprochen wurde, ist die Wildparkiererei, die an gewissen Strassen grosse Probleme bereitet. Die anwesenden Fachleute konnten die Einwohner aber nur vertrösten.

«Im momentan laufenden Verfahren, können wir gar nichts dagegen tun.» Immerhin machten sie auch klar, dass das Problem erkannt und parallel zur Ortsplanung in Bearbeitung sei. Ausserdem wurden die Anwesenden dazu aufgefordert, diese Anliegen schriftlich in die Mitwirkung einbringen.

«Wir nehmen sie zwar nicht in die Ortsplanung auf. Aber das Anliegen könne an die richtige Stelle weitergeleitet werden.

Zu diskutieren gaben auch die Baulinien. Heute gibt es in Langendorf fast mehr Ausnahmen, als Bauten, die sich zur Strasse hin im gesetzlich festgelegten Abstand befinden.

Das soll mit der neuen Ortsplanung geändert werden. Allerdings ist die Bestandesgarantie gesichert. «Niemand muss sein angebautes Treppenhaus abreissen», so die anwesenden Referenten.

Nicht ganz einfach zu verstehen ist offenbar auch die Aufhebung der Ausnützungsziffer und die Einführung der Geschossflächenziffer. Anhand eines Zahlenbeispiels wurde aufgezeigt, was diese Änderung für Auswirkungen hat.

Weitere wichtige Änderungen sind die Aufhebung der reduzierten Höhen in den Wohnzonen W1-2r und W3r. Das Einrichten von Verkaufsflächen soll künftig auf die Arbeitszone und die Wewerbe- und Wohnzone GW2 beschränkt werden.

Speziell eingegangen wurde auf einige sensible Gebiete auf dem Gemeindegebiet. Das Trittibachhof-Areal etwa, das ausgezont werden soll. Das Delta-Areal, das zu Wohnzone wird.

Dann der Hüslerhof, wo neu fünfstöckige Bauten möglich sein sollen. So wie die Grünernstrasse, wo die Wohnzone neu dreigeschossig wird. Auch auf die Umzonung der heutigen Gewerbe- und Wohnzone wurde speziell hingewiesen.

Die Mitwirkung läuft noch bis zum 18. Dezember 2015. Im Sommer 2016 soll dann die öffentliche Auflage der bereinigten Pläne erfolgen. Ende 2016 könnte die Ortsplanung zur Genehmigung eingereicht und im Frühling 2017 durch den Regierungsrat genehmigt werden.