Die Erarbeitung der neuen Ortsplanung und der Teilzonen- und Gestaltungsplan «Delta-Areal» sind eng miteinander verknüpft. Der Gemeinderat Langendorf gab am Montagabend beide Planungen frei zur öffentlichen Auflage. Diese soll gleichzeitig erfolgen und es sind zwei Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung geplant, an der sowohl Fachleute für die Ortsplanung als auch die Planer des Delta-Areals anwesend sein sollen.

«Als wir mit der Erarbeitung der Ortsplanung begannen, wussten die Eigentümer des Delta-Areals noch nicht so richtig, was sie mit dem Gelände anfangen wollen», rekapitulierte Rudolf Eng (Präsident Planungskommission). Erst im Frühling 2014 kam dann Bewegung in die Planung und im Oktober 2015 lag ein erster Entwurf für die neue Nutzung des ehemaligen Industrieareals auf dem Tisch.

2016 ging die Planung dann in die öffentliche Mitwirkung und in die Vorprüfung beim Kanton. «Danach gab es nur wenig wesentliche Änderungen», so Eng. Eine allerdings fügte er noch an: Statt einer Wohnzone wird neu eine Mischzone definiert. In der zweiten Vorprüfung folgten dann weitere Änderungen, die von den kantonalen Behörden gewünscht wurden. Am wichtigsten für die Gemeinde ist dabei sicher die Frage der Erschliessungsanlagen.

Da zurzeit planerisch noch offen bleibt, ob, und wenn ja, welche arealinternen Erschliessungsanlagen dereinst ins öffentliche Netz übergehen sollen und welche nicht, muss sichergestellt werden, dass sie so ausgelegt und dimensioniert sind, dass eine allfällige spätere Übernahme auch möglich ist. Weiter sollen sich die Grundeigentümer und die Einwohnergemeinde Langendorf über die Modalitäten der arealinternen aber öffentlichen Hauptverbindungen für den Langsamverkehr eine Vereinbarung treffen.

Reservezone aufgeben

Parallel dazu wurde die Ortsplanung erarbeitet. «In der Mitwirkung haben wir immerhin 23 Eingaben erhalten, die zum Teil auch in die Planung einflossen», so Eng. Nach der Vorprüfung habe der Kanton diverse Änderungen verlangt. «Die wichtigste ist sicher, dass wir die Reservezonen aufgeben müssen.» Auf diese Forderung trete man teilweise ein, wie Daniel Baeriswyl (Metron Raumentwicklung AG, Brugg) erklärte.

Einen Teil im Brüggmoos möchte man zur Arrondierung der Bauzone behalten. Änderungen gab es laut Baeriswyl auch entlang der Gewässer, wo der Kanton teilweise weniger strenge Richtlinien verlangte als ursprünglich angenommen. Laut den kantonalen Behörden sollte die Gemeinde zudem diverse private Erschliessungstrassen übernehmen, was die Einwohnergemeinde allerdings nicht unbedingt befürwortet.

Diskussionen gab es im Gemeinderat wiederum um die Bau- und die Vorbaulinien. Diese sind auch in der neuen Ortsplanung nicht einheitlich geregelt.