Biberist

Gemeinde geht mit gutem Beispiel voran und kauft ein Elektrofahrzeug

Markus Flatt (links, Verwaltungsratspräsident Energieversorgung Biberist), Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann und Werkhofmitarbeiter Ilmi Shaqiri freuen sich über das Elektrofahrzeug.

Markus Flatt (links, Verwaltungsratspräsident Energieversorgung Biberist), Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann und Werkhofmitarbeiter Ilmi Shaqiri freuen sich über das Elektrofahrzeug.

Die Gemeinde Biberist ist nun Besitzerin eines Elektrofahrzeugs. Dieses wird unter anderem zum Einsammeln des Abfalls in den 75 Eimern auf Gemeindegebiet eingesetzt.

Der Werkhof Biberist darf ein nigelnagelneues Elektrofahrzeug sein eigen nennen. Das Fahrzeug wurde in einer kleinen Feier entgegengenommen und gleichzeitig auch die Elektrotankstelle der Energieversorgung Biberist (EVB) für den Werkhof offiziell eingeweiht. Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann freute sich, denn «Elektromobilität ist die Mobilität der Zukunft», wie er erklärte. Darum sei er froh, dass die Bau- und Werkkommission vorgeschlagen habe, ein Elektrofahrzeug anzuschaffen.

Die Mehrkosten, die sich auf 5000 bis 10'000 Franken, bei einem Gesamtpreis von 70'000 Franken, belaufen, würden sich lohnen. Zudem sei das Fahrzeug im Unterhalt günstiger als ein konventionelles Modell. «Als Gemeinde haben wir eine Vorbildfunktion, darum freue ich mich, dass wir heute das erste Elektrofahrzeug in Betrieb nehmen dürfen.» Die Elektrotankstelle im Werkhof ist die erste der EVB. «Dass die Gemeinde hier zu unserer Kundin wird, freut uns», erklärte Verwaltungsratspräsident Markus Flatt.

Für die Gemeinde umgebaut

Der Nissan wurde speziell für die Bedürfnisse der Gemeinde Biberist umgebaut. Konkret geht es dabei vor allem um den Aufbau, der neu mit einer Kippbühne funktioniert. So muss der Werkhofmitarbeiter künftig in der Kebag nicht mehr jeden Abfallsack einzeln abladen, sondern kann das mit einem Griff erledigen. Zudem hat das neue Fahrzeug ein rund doppelt so grosses Ladevolumen, wie dasjenige, das ersetzt werden musste. Laut Prospekt kann mit einer Ladung 250 Kilometer weit gefahren werden. Die längste Tour wird normalerweise am Montagmorgen gefahren. Sie ist rund 100 Kilometer lang und dabei werden acht Sammelstellen, 75 Abfalleimer und 45 Robidogs angefahren. «Mit dem neuen Fahrzeug wird der Aufwand für uns neu sogar etwas geringer. Gerade jetzt, nach einem schönen Wochenende, sind wir froh darum. Denn die Abfallmengen die wir einsammeln, sind enorm», erklärt Michael Walker (Leiter Werkhof).

Geliefert wurde das Fahrzeug von der Ernst Moser GmbH aus Gerlafingen. Für Geschäftsführer Adrian Moser ist es das erste Elektrofahrzeug in dieser Grösse, das er an eine Gemeinde liefern durfte. «Solche Fahrzeuge werden in Zürich, Basel oder im Flughafen Zürich-Kloten eingesetzt. Hier in der Region gibt es bisher nichts Vergleichbares», erklärt er.

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