Rechnung
«Gemeinde Derendingen ist ein florierendes Unternehmen»

Ein Ertragsüberschuss von 2,8 Mio. Franken wird in der Rechnung 2015 der Gemeinde Derendingen ausgewiesen.

Rahel Meier
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Das Eigenkapital der Gemeinde beläuft sich auf 4 Mio. Franken. Die Verschuldung liegt nur noch bei 11 Mio. Franken.

Das Eigenkapital der Gemeinde beläuft sich auf 4 Mio. Franken. Die Verschuldung liegt nur noch bei 11 Mio. Franken.

Thomas Ulrich

«In den letzten zehn Jahren konnten wir immer einen Ertragsüberschuss ausweisen», zeigte Finanzkommissionspräsident Markus Zürcher im Gemeinderat auf. Die Schulden konnten in dieser Zeit um 23 Mio. Franken abgebaut werden. «Wir sind ein florierendes Unternehmen», so Zürcher.

Die Gründe für diesen Erfolg seien vielfältig. In Derendingen werde vorausschauend gearbeitet und politisiert. «Wir investieren dort, wo es nötig ist, aber nicht dort, wo wir auch noch könnten, weil es nett ist.»

Gemeindepräsident Kuno Tschumi machte zusätzlich darauf aufmerksam, dass Derendingen in den letzten Jahren auch vom Finanzausgleich profitieren konnte. «Wir sind immer noch Finanzausgleichsnehmer. Aber unser Steuerkraftindex hat sich verbessert, was positiv zu werten ist.»

Finanzverwalter Peter Weibel listete die wichtigsten Eckdaten der Rechnung auf. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 152'100 Franken. Daraus wurde nun aber ein Ertragsüberschuss von 2,8 Mio. Franken. Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf 2,041 Mio. Franken. Der Finanzierungsüberschuss (Cash Flow) beläuft sich auf 3,634 Mio. Franken und der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 178 Prozent. In den Bereichen allgemeine Verwaltung und Bildung gab es je einen Minderaufwand.

Den grössten Mehrertrag findet man beim Steuereingang. Dazu trugen wiederum die juristischen Personen einiges bei. Denn insgesamt ging der Steuereingang bei den natürlichen Personen leicht zurück. Das Eigenkapital der Gemeinde beläuft sich auf 4 Mio. Franken. Die Verschuldung liegt nur noch bei 11 Mio. Franken.

EWD steht gut da

EWD-Geschäftsleiter (Elektrizitäts- und Wasserversorgung Derendingen) Peter Rindlisbacher ging als erstes auf die Wasserversorgung ein. Dank dem Überwachungs- und Leckortungssystem wurden im vergangenen Jahr 19 Leitungsbrüche gefunden und repariert.

Neun davon befanden sich in den Hauptleitungen. Dank der konsequenten Reparatur dieser Brüche konnten die Wasserverluste um 21'971 Kubikmeter gesenkt werden. «Wir haben aber immer noch viele alte Leitungen, welche konstant Wasser verlieren. Diese ersetzen wir nun Zug um Zug», so Rindlisbacher.

Das Leckortungssystem werde zudem im Wasseramt auch in andere Gemeinden ausgemietet. In Derendingen stieg der Wasserverbrauch von 379 612 Kubikmeter auf 401 631 Kubikmeter an. Zudem wurden 142 810 Kubikmeter mehr Wasser an den Zweckverband Wasserversorgung äusseres Wasseramt (ZWäW) geliefert. Im Bereich Stromvertrieb und Stromnetz machte Rindlisbacher darauf aufmerksam, dass die letzten Freiluftleitungen in der Gemeinde, an der Luterbachstrasse, nun auch in den Boden verlegt wurden. Im Bereich Glasfasernetz wurde die Priorität im letzten Jahr auf die Inhouse-Erschliessungen gelegt.

Das konsolidierte EWD-Betriebsergebnis schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 784 098 Franken ab. Der Gemeinde wurden Abgeltungen in der Höhe von insgesamt 180 000 Franken ausbezahlt. Zudem wurde das Dotationskapital mit 3 Prozent verzinst, was weitere Zahlungen von 150 000 Franken ergibt.