Mit 4:3 entschied der Gemeinderat, weiterhin Mitglied im Zweckverband Freibad Messen zu bleiben. Dem ging voraus, dass Ratsmitglied Bruno Bartlome finanzielle Begünstigungen der Schuljugend untersucht hatte, die gratis das Schwimmbad Mühledorf, aber die Badi Messen mit Eintrittskosten besuchen.

Samuel Marti stellte den Antrag, statt der bisher jährlich nach Messen gezahlten 9000 Franken den Austritt zu erklären und nur noch 5000 Franken als Solidaritätsbeitrag zu überweisen. Zusätzlich sollen die Saisonabonnements für die gegenwärtig zwölf Jugendlichen aus Aetingen und Brittern aus der Gemeindekasse beglichen werden. «Wir zahlen jetzt für die in Messen zur Schule gehenden Kinder aus den beiden Dorfteilen zu viel Geld.»

Widerspruch legten Gemeindepräsidentin Vreni Meyer, Finanzressortchef Thomas Stutz und Anita Hug ein, die sich klar für die Unterstützung des kulturell-sportlichen Angebots beider Freibäder aussprachen und hier nicht sparen wollen. Thomas Stutz stellte sich zur Verfügung, mit dem Zweckverband über den Verteilschlüssel und mögliche Gratiseintritte für die Schuljugend zu verhandeln.

Wege verkaufen

Zwei Landwirte in Bibern (Bieltschen) und einer in Gossliwil (Bonderweg/Archstrasse) haben Interesse bekundet, die von Hofschaft und eigenen Feldern umgebenen geteerten Zufahrtsstrassen zu kaufen, wie Gemeinderat Samuel Marti mit Blick auf eine nicht vorhandene öffentliche Nutzung ausführte. In der Diskussion des Gemeinderates standen der Vertragsentwurf, in dem ein auf 25 Jahre beziffertes Rückkaufrecht der Gemeinde neben weiteren Bedingungen verankert wurde, und der Verkaufspreis von 10 Franken pro Quadratmeter im Mittelpunkt. Im Fall Bibern will die Gemeinde nur verkaufen, wenn beide Nachbarn sich über den Erwerb des jeweiligen Teilstücks der Strasse einigen. Nötig ist ein notarieller Eintrag im Grundbuch.

Steueranpassung?

Thomas Stutz stellte den aktualisierten Finanzplan vor, der als Grundlage für die kommenden Budgetverhandlungen in den Kommissionen den betreffenden Präsidien zugestellt wird. «Ich wünsche mir, dass alle den Investitionsplan für 2019 kritisch betrachten und eine angemessene Verteilung der Ausgaben auf die kommende Periode vornehmen», so Stutz.
Zu den Spezialfinanzierungen hielt er fest, dass der Aufwandüberschuss im Wasser «in absehbarer Zeit zu einer Gebührenerhöhung führen müsse».

Keinerlei Sorgen bestünden beim gut dotierten Abwasser und Abfall. In der vorsichtig kalkulierten Erfolgsrechnung wies er auf das Eigenkapitalpolster von 6,9 Mio. Franken hin, dass die prognostizierten Aufwandüberschüsse der nächsten Jahre im Betrag von jährlich rund 300 000 Franken gut verkraften lasse.

Seine ins Spiel gebrachte «Steueranpassung» griff Niklaus Fischer vehement auf: «Eine Steuersenkung ist in der Bevölkerung definitiv ein wichtiges Thema». Ohne konjunkturelle Schwankungen sei gemäss Thomas Stutz ein künftig moderater Steuerfuss von 112 Prozent durchaus möglich. Dem hielt allerdings Samuel Marti entgegen, dass man lieber die Gemeinde baulich und infrastrukturell «auf Vordermann bringen» und auf eine übereilte Senkung verzichten solle.

Beitritt Energieregion SO-BE

Als wertvoll erachtete der Gemeinderat nach Erläuterungen von Alex Mann den Beitritt der Gesamtgemeinde Buchegg zur 26 Kommunen umfassenden Energieregion SO-BE. Dieser Verein wurde 2011 mit dem Ziel der Einführung von Sparmassnahmen und verschiedenster Aktionen gegründet und fusst auf dem Verbreitungsgebiet der Elektra Jegenstorf. Bisher zahlte Buchegg für seine beiden Ortsteile Brügglen und Aetingen, die von den finanziellen Fördermitteln profitierten, 1221 Franken jährlich. Als «gute Sache» beurteilte der Rat einstimmig die Mitgliedschaft für alle Dorfteile ab kommendem Jahr, die dann 5063 Franken kosten wird.