Nur zwei Angebote von Spezialfirmen, die einen schlüsselfertigen und funktionstüchtigen Flachdachpavillon in der Grösse von rund 27 auf 13 Meter bauen können, lagen dem Gemeinderat zur Bewertung vor. Er folgte der Beurteilung durch die Abteilung Bau und Planung und stimmte dem Vorhaben einstimmig zu.

Den Auftrag erhält die Firma Schaerholzbau AG, Altbüron, zum Preis von 955'968 Franken. Das Gebäude, das bis zum Schuljahresbeginn 2017/18 bezugsbereit sein muss, steht dann der schulergänzenden Tagesbetreuung, organisiert durch den Verein KIDZ, Derendingen, zur Verfügung. 

Bauverwalter Roger Spichiger erläuterte die Wahl dieses Anbieters, der zwar nicht aus der Region stammt, dafür aber mit Konzept und Entwurf in jeder Weise Vorgaben und Erwartungen entspricht und zudem kostenmässig weit unter der Budgetvorgabe von 1,2 Mio. Franken bleibt. Gegebenenfalls kann das neue Gebäude sogar aufgestockt werden. Im Sinne der Langlebigkeit der gesamten Holzkonstruktion sind die Fassaden witterungssicher
behandelt.

Grosszügige Lösung

Einstimmig genehmigte der Gemeinderat auch die Unterstützungsrichtlinien für den Verein KIDZ. Er wird in dem oben erwähnten Pavillon an der Steinmattstrasse 15 die schulergänzende Tagesbetreuung für Kinder und Jugendliche durchführen. Patrick Reinhart erläuterte im Namen der Arbeitsgruppe KIDZ den Stand der Dinge. Erarbeitet sind bereits die Statuten für den Verein, für den eine Trägerschaft besteht.

Noch in Kürze folgen wird das Personalreglement, damit bereits im Februar 2017 mit der Suche nach einer Leitungsperson und später weiteren Mitarbeitenden begonnen werden kann. Der Gemeinderat befasste sich ausführlich mit der bereits zugesicherten finanziellen Hilfe durch die Einwohnergemeinde. So zahlt die Gemeinde einen Beitrag, der aber jährlich neu vom Gemeinderat festgelegt wird und den jeweiligen Rechnungsabschluss von KIDZ berücksichtigt. Für 2017, in dem der Betrieb im August beginnt, sind pro rata 95'000 Franken budgetiert. Die gleiche Summe steht für 2018 in Aussicht.

In den 16 Paragrafen der Richtlinien sind auch die Elternbeiträge festgehalten, die im Verhältnis von zwei Drittel gegenüber einem Drittel von der Gemeinde die Tagesbetreuung finanzieren. Die Einwohnergemeinde stellt zudem infrastrukturelle Unterstützung für den ganzjährigen Betrieb unentgeltlich zur Verfügung. Geplant ist die Tagesstätte für bis zu 25 Schulkinder, die hier mittags verpflegt und nachmittags in den Schulaufgaben betreut werden.

Zurück an den Absender

An der Motion der SP Derendingen mit Erstunterzeichner Markus Baumann und 30 Mitunterzeichnern, die für alle Kinder den Zugang zur Musikschule kostengünstig ermöglichen wollen, entzündete sich Widerspruch. Grundsätzlich war der Rat zwar offen für das pädagogische Anliegen, das mit musikalischem Unterricht die Entwicklungschancen aller Kinder unterstützen will. Doch gemäss Urban Cueni sollte das seit fünf Jahren bestehende Musikschulreglement, das Schul- und Musikschulleiter Matthias Pfeiffer mit einer Auflistung aller Leistungsfelder verbunden hatte, erst einmal evaluiert werden. «Wir wollen entsprechend der Motion nicht nur einzelne Artikel ändern, sondern das gesamte Reglement breiter abstützen, wenn möglich qualitative Verbesserungen ermöglichen und die Tarife überprüfen», befand Gemeindepräsident Kuno Tschumi.

Die SP-Motion sieht vor, dass Eltern für den Musikunterricht eines Kindes im Jahr lediglich 120 Franken als Hälfte des bisherigen Beitrags bezahlen. Markus Baumann, der sich seinen Mitunterzeichnern verpflichtet fühlt, zeigte sich schliesslich bereit, dem Vorschlag «Überarbeitung Reglement» zuzustimmen, das Geschäft bis zur nächsten Sitzung zurückzustellen und an der kommenden SP-Parteiversammlung nochmals die Formulierung der Motion zu diskutieren.