Deitingen/Gunzgen
Gelungene Weihnachtsüberraschung für gestrandete LKW-Fahrer

Mehrere Chauffeure sind über Weihnachten auf Autobahnraststätten gestrandet und können kaum Essen kaufen, weil die Läden geschlossen sind. Für die LKW-Fahrer auf den Raststätten Deitingen und Gunzgen gab es nun aber ein Weihnachtsgeschenk.

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An den Weihnachtsfeiertagen gilt Fahrverbot für Lastwagen. Da der 27. Dezember ein Sonntag ist, bedeutet das drei Tage Stillstand für die Chauffeure, die in der Schweiz unterwegs sind. Darüber hinaus sind Tankstellenshops an Sonn- und Feiertagen aufgrund der bundesrätlichen Anordnungen geschlossen.

Grund genug aktiv zu werden, dachte sich Chrigu Loose aus Recherswil. Wie er dem Regionalsender Tele M1 erzählt, habe er zu Hause in der warmen Stube an die Chauffeure denken müssen. Kurzerhand startete er auf Facebook einen Aufruf zum Teilen. «Ich finde es wahnsinnig, wie wir im Überfluss leben», sagt Loose, «und andere haben einfach nichts oder nur einen Teil.»

Etwa dreissig Personen meldeten sich daraufhin, um mit ihm auf den Autobahnraststätten Deitingen und Gunzgen ein Festessen aufzutischen. «Alles frisch zubereitet», wie eine Helferin erzählt. Rund fünf Kilo Kartoffeln habe sie heute Morgen zu Gratin verarbeitet.

Auch wenn die Kommunikation mit den gestrandeten Lastwagenfahrern aus der ganzen Welt mitunter schwierig ist, kommt das Festessen auf der Raststätte offenbar gut an. Neben Nahrung gab es beispielsweise auch Kleidung für die etwa zwanzig Chauffeure, denen Chrigu Loose und sein Team eine Freude machen konnten.

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