Oekingen

Gelassenheit an der Viehschau: «So Meiteli, bisch parat?»

Die Bezirksviehschau Wasseramt in Oekingen war ein grosser Erfolg für Organisatoren, Viehzüchter und Besucher.

War das ein perfekter Tag in Oekingen auf dem Hof von Familie Gasche. Viehzüchterinnen und Viehzüchter, OK-Mitglieder, Kinder und Besucher werden noch lange reden von der Bezirksviehschau 2017. Könnten die über 150 Tiere reden, sie hätten auch etwas zu sagen. Nämlich, dass sie zwar im Freien waren, aber ganztags beschattet durch eine eigens für sie aufgezogene Plane. Auch hatten die meisten Zugang zu frischem Wasser, das in Tränken, welche zwischen den Paloxenreihen, die zur Sicherheit aufgestellt waren, vorhanden war.

Jenen, die nicht in Reichweite des Wassers standen, wurde es wie üblich nachgetragen in Eimern. Für kühlende Luft sorgten zudem grosse Stallventilatoren. Auffallend war die grosse Sauberkeit bei den Tieren, auf dem Schauplatz und dementsprechend in der Festwirtschaft. Überall herrschte entspannte Gelassenheit: Man hatte und nahm sich Zeit. Da fragte doch ein Züchter sein herausgeputztes Rind, als sie aufgerufen waren, sich Richtung Ring zu begeben: «So Meiteli, bisch parat?»

Hohe Qualität der Tiere

Als Richter hatte der Viehzuchtverein Wasseramt Christoph Rüegsegger, Rosshäusern, engagiert, der vormittags vom Ringmann Jürg Brönnimann, Zimmerwald, und nachmittags von David Derendinger, Noiraigue, unterstützt wurde. Fabian Dettwiler, Buus, amtete als Speaker. Rüegsegger attestierte den Ausstellern eine hohe Qualität ihrer vorgeführten Tiere: «Es war für mich den ganzen Tag nicht einfach, jeweils das beste Tier zu bestimmen, denn sie standen da vor mir in grosser Anzahl.»

Besonders beim Betriebscup, an dem 18 Paare beteiligt waren, zeigte er sich begeistert. Dass man eine schöne Kuh im Stall habe, sei wunderbar. Aber dass man gleich zwei Schönheiten, die dazu noch perfekt zusammen passen würden, besitze, sei doch aussergewöhnlich.

Auftritt für die ganze Familie

An einem solchen Tag darf der unterhaltsame Kälberwettbewerb nicht fehlen, eine herrlich aufgeregte Sache für die Kinder und die Eltern, die schliesslich oft selbst das Tierchen vorführen müssen. Mit dem Nachwuchs an der anderen Hand. Die Grossmütter bringen frisch kreierte Blumenkränze. Und die Grossväter sind besorgt, dass die Minikühe glänzen.

Edith Schöni, Welschenrohr, interviewte die Kleinen und fragte nach dem Namen der Kälbchen. Oft war die Antwort: «Ich weiss es nüd.» «Also fragen wir den Papi», meinte Edith Schöni. «Ja der weiss es auch nicht!», tönte es dann von ausserhalb des Rings her.

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