Zuchwil

«Geben ist wichtiger als Nehmen, Empfangen wichtiger als Haben»

Kranz und Blumen vor dem Altar zur Erinnerung an den polnischen Nationalhelden Tadeusz Kosciuszko

Kranz und Blumen vor dem Altar zur Erinnerung an den polnischen Nationalhelden Tadeusz Kosciuszko

Die Pfarrei Zuchwil und die polnische Mission gedachten am Sonntag gemeinsam des Freiheitskämpfers Tadeusz Kosciuszko

Feierlich spielte die Blasmusik Zuchwil in der katholischen Kirche zu Beginn des Gottesdienstes die schweizerische, polnische und amerikanische Nationalhymne. Zum ersten Mal gedachte die Pfarrei Zuchwil nämlich gemeinsam mit der polnischen Mission des Todestages von Tadeusz Kosciuszko.

Vertreten waren die Militär Attachés der Botschaften der Republik Polen und der Vereinigten Staaten von Amerika sowie Gäste der Kosciuszko Gesellschaft Solothurn. Blumen und Kranz zum 198. Todestag wurden durch die beiden Attachés wegen des regnerischen Wetters nicht am Grab, sondern vor dem Altar in der Kirche niedergelegt.

«Vor 200 Jahren hat Kosciuszkos letzter Lebensabschnitt in Solothurn begonnen», begrüsste Jan Sroka von der Polen-Gemeinschaft in Zuchwil die zahlreichen Anwesenden. Der polnische Nationalheld und internationale Freiheitskämpfer habe Spuren in der Schweiz, Amerika und Polen hinterlassen.

«Bleibet hier in Frieden»

Die heilige Messe zelebrierten der polnische Pfarrer Grzegorz Piotrowski und der Zuchwiler Pfarrer Valentine Koledoye. Zusammen mit dem Kosciuszko-Fest fiel der Weltmissionssonntag. «Das bedeutet, Brücken bauen», hielt der polnische Pfarrer in seiner Predigt fest. Tadeusz Kosciuszko habe auch Brücken gebaut.

In jeder Stadt in Polen gebe es Kosciuszko-Plätze und -Strassen, die an den Kämpfer um die Einheit Polens erinnerten. Der Pfarrer rief dazu auf, das Ich klein und das Du gross zu schreiben. Ohne dies könnten die Grenzen des Miteinanders nicht überwunden werden. Geben sei wichtiger als Nehmen, Empfangen wichtiger als Haben. «Kosciuszko hat damals den richtigen Weg aufgezeigt», sagte er.

Mit dem angepassten Segen, «Bleibet hier in Frieden», motivierte Pfarrer Piotrowski die Anwesenden zum Zusammensein. Im Pfarrsaal waren anschliessend nicht nur die Gemeinsamkeit zu geniessen, sondern auch polnische Köstlichkeiten wie Bigos, eine Spezialität mit Sauerkraut, Pilzen, Tomaten, Fleisch und Würsten, sowie süsse Apfel- und Quarktorten.

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