Feldbrunnen-St. Niklaus
Fusionsverhandlungen vom Kammersrohr gehen in entscheidende Runde

Per 2016 soll Kammersrohr mit einer anderen Gemeinde fusionieren. Drei Gemeinden kommen als mögliche Partnerin in Frage - eine davon ist Feldbrunnen St.Niklaus. Der Gemeinderat muss Vor- und Nachteile einer Fusion noch abwägen.

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Mit Günsberg und Hubersdorf teilt Kammersrohr die Grenze, mit Feldbrunnen den tiefen Steuerfuss. (Archiv)

Mit Günsberg und Hubersdorf teilt Kammersrohr die Grenze, mit Feldbrunnen den tiefen Steuerfuss. (Archiv)

AZ

Mit dem Ende der Sommerferien gehen die Fusionsverhandlungen von Kammersrohr mit den drei potenziellen Partnerinnen in die entscheidende Runde. Am 18. Oktober will die Kleinstgemeinde im Leberberg nach Möglichkeit aus Günsberg, Hubersdorf und Feldbrunnen-St. Niklaus eine Partnerin auswählen. Bereits per 2016 soll die Fusion vollzogen werden. Zuvor müssen die drei Gemeinden zumindest ihr Interesse signalisieren.

Um sich eine Entscheidungsgrundlage zu erarbeiten, hat sich die Feldbrunner Gemeindepräsidentin Anita Panzer (FDP) auf einen Rundgang durch Kammersrohr begeben. Sie liess sich zeigen, wo die 33 Dorfbewohner leben und wie der Zustand der Infrastruktur und der finanziellen Situation ist. «Es ist ein sehr schöner Flecken Erde», sagte Panzer nach dem Spaziergang. «Alleine schon deswegen würde eine Fusion mit Feldbrunnen gut anstehen.»

Die visierten Rechnungen der letzten drei Jahre hätten keine Kellerleiche ans Tageslicht gebracht, und mit einem Eigenkapital von rund 800 000 Franken und dem Gemeindehaus würde Kammersrohr eine Mitgift einbringen. Eine Strassensanierung soll noch vor der Fusion von Kammersrohr bezahlt werden, bei den Werken bestehe kein grosser Investitionsbedarf. Trotzdem soll der Feldbrunner Werkkommissionspräsident noch einmal die Wasser- und Abwasserleitungen prüfen.

Verschiedene Dorfkulturen

Dennoch gebe es ein Handicap, sagt Anita Panzer. «Wir haben keine gemeinsamen Grenzen.» Es werde nicht einfach, die beiden Dorfkulturen zusammenzubringen. Zudem sei Kammersrohr in anderen Verbänden für die Schule und das Abwasser organisiert als Feldbrunnen. Die Finanzverwaltung von Kammersrohr indes befindet sich bereits in Feldbrunnen.

Bis im September will der Gemeinderat bekannt geben, ob er für die Fusion ist oder nicht. Übernächste Woche wird darüber beraten. Die Kompetenz, einen abschlägigen Bescheid zu erteilen, liege beim Gemeinderat, sagt Panzer. Die Stimmbevölkerung käme erst zum Zug, falls Feldbrunnen und Kammersrohr offiziell als mögliche Fusionspartner feststehen. (crs)