Verstärkt wurde auch der Vorstand, in den als neue Mitglieder Lars Egger, Espace Real Estate AG, Michael Kummli, Gemeinde Subingen, Ute Lepple, Scintilla AG und Walter Wirth, AEK onyx AG Einsitz genommen haben.

An der ausserordentlichen Generalversammlung im Eventlokal Maxililian wurde «der Grundstein für die neue Standortförderung im espaceSolothurn gelegt», wie Peter Riedweg, der bisherige und auch neue Präsident der Standortförderung «espaceSolothurn» in seiner Begrüssung festhielt. Der eigentliche Grund für die ausserordentliche Generalversammlung war die erwähnte Fusion der Standortförderung mit «espaceSolothurn Marketing» auf den 1. Juni hin. Dami sollen die Standortförderungs-Aktivitäten in der Region gebündelt werden.

Erweiterter Blickwinkel

Sarah Koch, Leiterin der kantonalenWirtschaftsförderung, ging in ihrer Begrüssung auf die Zusammenarbeit zwischen dem Kanton und den Regionen ein. Sowohl in den Regionen als auch beim Kanton erweitere sich der Blickwinkel von der Wirtschaftsförderung hin zur umfassenderen Standortförderung: Eine erfolgreiche Region müsse nicht nur als Wirtschaftsstandort, sondern auch als Wohnstandort attraktiv sein, um im heutigenStandortwettbewerb zu bestehen. Diese Haltung zeige sich auch in der vom Regierungsrat verabschiedeten kantonalen «Standortstrategie 2030».

Solidarität unter Gemeinden?

Wie die Standortförderung in der Region Solothurn mit ihren 41 Gemeinden umgesetzt wird, zeigte Geschäftsführerin Esther Luterbacher Graf auf. Zu ihren Aufgaben gehören die Standortsuche für ansässige und neue Unternehmen, das Fachkräftemarketing mit dem «Savoir vivre-Club», das Standortmarketing mit dem regionalen Lifestyle-Magazin «Savoir vivre», Plattformen wie der Heso-Talk, dann aber auch die Neugründer-Challenge oder das Innovations-Frühstück sowie zahlreiche weitere Projekte.

Kurt Fluris Lob und Kritik

Lobende Worte fand Stadtpräsident Kurt Fluri zum Abschluss der Generalversammlung für die Arbeit der Standortförderung «espaceSolothurn» und nahm die Diskussion um die geforderte Standortmarketing-Stelle auf: Die Tendenz zur Verödung der Innenstädte sei eine Folge der heutigen Digitalisierung und lasse sich nicht durch eine Stelle bei der Stadt ändern, wie die Beispiele von anderen Städten zeige, wiederholte er schon seine mehrfach öffentlich geäusserte Meinung.

Zudem sei die von der Stadt Solothurn unterstützte regionale Standortförderung «espaceSolothurn» im Standortmarketing bereits aktiv. Er verschliesse sich aber nicht dem Thema Standortmarketing und sei sehr wohl bereit, geeignete Projekte in diesem Bereich zu unterstützen.

Kritisch äusserte er sich zum fehlenden Solidaritätsgedanken zwischen den Gemeinden, weil sich von den 41 Gemeinden nur deren fünf, nämlich Deitingen, Solothurn, Recherswil, Subingen und Zuchwil, finanziell an den regionalen Aktivitäten der Standortförderung «espaceSolothurn» beteiligen. (es)