Flumenthal
Für eine besser Ökologie am Fluss werden Kiesbänke aufgeschüttet

Weil die Forellen zwischen Oktober und Januar laichen, wird am Montag mit den Kiesschüttungen in die Aare begonnen. Das dauert rund zwei Wochen. In dieser Zeit wird der Uferweg gesperrt.

Rahel Meier
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Sie besprechen das Vorgehen zum Schütten der Kiesbank: Ulrich Harder (links, Amt für Umwelt, Wasserbau), Sara Bieler (BSB, Bauingenieurin in Ausbildung) und Hans Studer (Oberbauleiter).

Sie besprechen das Vorgehen zum Schütten der Kiesbank: Ulrich Harder (links, Amt für Umwelt, Wasserbau), Sara Bieler (BSB, Bauingenieurin in Ausbildung) und Hans Studer (Oberbauleiter).

Hanspeter Baertschi

Mit der Schüttung wird ein Teil des Aushubmaterials einem anderen Zweck zugeführt. Rund 5000 Kubikmeter Kies – vorgängig von Sand getrennt – werden über die Böschung in die Aare geschoben und zu einer rund 90 Meter langen Kiesbank geformt. «Das ist ein wichtiger Beitrag zur gewünschten Reaktivierung des Geschiebetriebes in der Aare», erklärt Ulrich Harder (wissenschaftlicher Mitarbeiter Gewässerunterhalt, Amt für Umwelt). Die Kiesschüttung wirke der Sohlenerosion entgegen und verbessere die Flussökologie.

Gute Ergebnisse

Im Winter 2004/2005 liessen die Kantone Bern und Solothurn in Deitingen und Aarwangen erstmals Kiesbänke von je rund 10 000 Kubikmeter schütten. Damit wurde das Absinken der Aaresohle gebremst und die Fischpopulation reagierte ebenfalls erfreulich auf die neuen Lebensräume, erklärt Harder. Wie lange es braucht, bis die Aare die neu geschaffene Kiesbank abträgt, wissen die Fachleute nicht. «Es wird aber doch einige Jahre dauern», so Harder.

Gleichzeitig mit der Kiesschüttung werden zwei Stillgewässer gestaltet. Es werden ein Altarm, der mit der aare verbunden ist, und ein fischfreier Weiher entstehen. Das Stillgewässer ist insbesondere für Amphibien sowie Schwimmblatt- und Unterwasserpflanzen geeignet. Es ist ein Fischereiverbot vorgesehen. Im Altarm hingegen ist das Fischen erlaubt.

Auch nach der Kiesschüttung ist der Aarefussweg hochwassersicher und liegt rund 50 Zentimeter über dem Wasserspiegel des hundertjährlichen Hochwasserabflusses. Hingegen wird damit der Wasserspiegel beim Flusskraftwerk zwischen null und zwei Zentimeter ansteigen, was die Stromproduktion mindert, wie Projektleiter Bernard Genier (BSB Biberist) auf Nachfrage erklärt.

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