Fübo’s Drachänacht – bi üs isch der Drachä los – so lautete das Motto der Guggeparty, die am Samstag über die Bühne ging. Am 30. Januar feierten die Fürobe-Blooser Selzach ihr 30-Jahr-Jubiläum. Das Pfarreizentrum war dem Motto entsprechend dekoriert. Drei Tage wendeten die Mitglieder für den Aufbau auf. Die Fübos sind bekannt für ihre aufwendigen Dekorationen. In den letzten Jahren überraschten sie unter anderem mit einem Piratenschiff und mit einem Hippiebus. Ein Teil der Drachen-Dekoration wird an der kommenden Fasnacht im Foyer noch zu sehen sein und weiterverwendet.

Zurzeit zählt die jüngste der drei Selzacher Guggen 38 Mitglieder. Rund 80 Prozent davon spielen eigentlich kein Instrument. Normalerweise üben die Fübos drei neue Stücke pro Saison ein. Die anderen behalten sie von den Vorjahren im Repertoire. «Viele lernen die Stücke mit einer CD. So bekommt man die Musik ins Ohr», erklärt Mario Capelli (Präsident). Ab September wird jeweils wöchentlich geprobt. Dazu kommen Registerproben.

Geselligkeit ist wichtig

Die Fürobe-Blooser nähen ihre Kostüme selbst und tragen diese dann in aller Regel zwei Jahre lang. «Wir haben eine Kostümkommission, die die Kleider entwirft und die Idee in Zusammenarbeit mit einer Schneiderin umsetzt.» Wer nicht alleine und nach der ausführlichen Anleitung nähen möchte, der kann das Kostüm an einem gemeinsamen Näh-Wochenende mit Unterstützung nähen. «Für uns Männer ist das eine gute Sache», so Capelli.

An der Fasnacht steht neben den diversen Auftritten an der Dorffasnacht in Selzach am Sonntag der Umzug in Biberist an. Dazu kommen Auftritte in Matzendorf, Balsthal, Grenchen und an der alten Fasnacht in Lüterkofen. Am Samstagabend ist die Gugge an der Strassenfasnacht in Solothurn unterwegs. Aber auch an der Fasnacht steht das gesellige Zusammensein im Vordergrund. Am Fasnachtsmontag besuchen die Fübos oft gemeinsam die Fasnacht in Luzern - ohne Instrument – und geniessen die Stimmung in den Gassen der Leuchtenstadt.

Name ist Programm

Gegründet wurden die Fürobe-Blooser Mitte August 1986 von vier Männern. Ende August kamen zwei weitere Männer und zwei Frauen dazu. «Clochard» war das erste Kostüm, das an der Fasnacht 1987 von 16 Mitgliedern getragen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war die Gugge aber noch namenlos. Da die damaligen Mitglieder immer nach Feierabend die besten Ideen hatten, einigte man sich auf diesen Namen. An der Fasnacht 1993 zählte die Gugge bereits 30 Mitglieder. Seit 1998 betrieben die Fübos an der Selzacher Fasnacht jeweils eine Bar und engagieren sich gemeinsam mit den anderen Fasnachtsgruppen aktiv an der Dorffasnacht.