Soll man die Strasse zurückbauen oder ausbauen? Diese Frage stellt sich beim Zubringer zum Pumpwerk Sagiacker in Schnottwil. «Es gibt nur diese zwei Varianten», erklärte Gemeindevizepräsident Stefan Schluep. Da der Weg in der Schutzzone liegt, gelten ganz bestimmte Vorschriften.

So braucht es beispielsweise eine Entwässerung, die jährlich zuhanden des Amts für Umwelt überprüft werden muss. Die Feuerwehr gibt die Empfehlung ab, den Weg aufrecht zu erhalten, um im Brandfall durchfahren zu können. Ausserdem ist es die kürzeste Verbindung zum Sagihof und dem Pumphaus.

Beides seien jedoch keine zwingenden Gründe, den Weg zu belassen, sagte Schluep. Nähme man einen Ausbau ins Flurkonzept, gäbe es vom Kanton etwas zurück. So würde die Ausbauvariante unter dem Strich etwa gleich viel kosten wie ein Rückbau, schätzte Schluep. Markus Wälti gab zu bedenken, dass ein Ausbau längerfristig teurer werde, da man die Strasse unterhalten müsse.

Der Gemeinderat konnte am Mittwochabend keinen definitiven Entscheid fällen. Er wird aber vorsorglich den Betrag für eine maximale Ausbauvariante ins Budget nehmen. «Der Betrag muss ja nicht ausgeschöpft werden», meinte Schluep.

Im Voraus gut informieren

Wie wichtig vorgängige Information und Schaffen von Transparenz bei einem Bauvorhaben ist, stellte Stefan Schluep bei der Erschliessung Seitenstrasse Stockeren fest. An einer sehr konstruktiven Sitzung gaben die Anlieger ihre Zustimmung zum Bau der nötigen Böschungssicherung.

Diese kommt auf Privatland zu stehen, der Unterhalt liegt jedoch bei der Gemeinde. Der Fernwärmeverbund will weiter wachsen. Der Gemeinderat genehmigte den nachgeführten Erschliessungsplan. Dieser wird dem Kanton zur Prüfung eingereicht. Anschliessend erfolgt eine öffentliche Planauflage.

Wertvolle Arbeit für Gemeinde

20 Jahre lang hat Ernst Moser die Fotosammlung der Gemeinde Schnottwil aufgebaut, gepflegt und archiviert. Nun hat er auf Ende Jahr demissioniert.

Der Gemeinderat schätzte seine Arbeit im Dienste der Ortsgeschichte sehr und spricht ihm seinen herzlichsten Dank dafür aus. Nun wird per Inserat eine Person gesucht, die diese Aufgabe weiterführen wird.

Bürger budgetieren positiv

Das Budget der Bürgergemeinde sieht einen Ertragsüberschuss von 13'350 Franken vor. Dies obwohl der Überschuss aus dem Forstbetrieb Bucheggberg mit nur 1000 Franken sehr konservativ budgetiert ist. «Der Waldertrag ist immer ein sehr ungewisser Faktor im Budget», meinte Schluep.

Ein nicht ganz unbedeutender Posten mit 3500 Franken ist die Pflege der Weihnachtsbäume, die jedes Jahr gratis an die Bürger abgegeben werden. Bei den Investitionen fällt vor allem die Sanierung der Wohnung Alte Postgarage mit 60'000 Franken ins Gewicht.