«Wir haben vernommen, Mitglieder hätten sich beklagt, dass die angebotenen Kurse zu teuer seien oder nicht den Wünschen von euch Frauen entsprechen», hielt Sabine Havelka, Präsidentin Bäuerinnen- und Landfrauenverein Wasseramt, an der Generalversammlung (GV) vom letzten Freitagabend in der Turnhalle Aeschi fest.

Sie bat die Vertreterinnen der zwölf Dörfer, gleich eine Viertelstunde mit ihren rund 140 Frauen an den Tisch zu sitzen und Ideen, Wünsche, Reklamationen, Lob, Kritik und Erwartungen aufzuschreiben. An der nächsten Vorstandssitzung werden die Angaben ausgewertet. «So hoffen wir», lächelte die Präsidentin, «dass wir ein für alle genehmes und erwünschtes Kursprogramm zusammenstellen können.»

Den Vorstandsfrauen ist es wichtig, ihre 460 Mitglieder zufriedenzustellen. Sie erläuterte, die Kosten für die Kurse würden sich dauernd erhöhen. Als Beispiel nannte sie ein Kurslokal, für das sie früher 15 Franken bezahlten. Dann wechselte die zuständige Person – und sie haben neu 80 Franken zu bezahlen.

Hingegen müssen die Frauen zufrieden sein mit dem angebotenen «Unterhaltungsprogramm», denn die Einladungen für Ausflüge, Führungen, kleine und grössere Reisen, Spaziergänge und Besuche interessanter Orte werden rege benützt. So war im Herbst der Besuch des Neubaus des Bürgerspitals Solothurn ein richtiger Renner. Der Anlass wurde von Denise Binggeli, die im Spital als Pflegefachfrau arbeitet, organisiert. Im Nu hatten sich 127 Mitglieder angemeldet; an der Führung dürfen jeweils 60 Personen teilnehmen. Also ein zweiter Termin organisiert und 67 Personen kontaktiert, um ihnen das Verschiebedatum zu melden. Nach dem Motto des Vorstands: «Für unseren Verein tun wir alles!»

Die Vorstandsfrauen organisieren seit Jahren die GV in Aeschi, servieren das Nachtessen, zubereitet von der Metzgerei Stampfli, und bestücken das reichhaltige Tortenbuffet mit ihren Eigenkreationen. Man hat fast den Eindruck, es finde ein freundschaftlicher Wettbewerb statt unter den Bäckerinnen. Unterstützt werden sie vom Hauswart der Turnhalle, Koni Murer, und von ihren Männern. «Wir geben es zu», so Sabine Havelka, «ohne die Hilfe unserer Männer wäre es nicht möglich, die Turnhalle in einen Versammlungssaal zu verwandeln.»