Aeschi

«Für uns sind die Kinder das Wichtigste»

V. l.: Stefanie Gretsch, Christine Furrer, Gordana Kojic und Olivia Antal (Marketing).

V. l.: Stefanie Gretsch, Christine Furrer, Gordana Kojic und Olivia Antal (Marketing).

Diese Woche startete in Aeschi die Kindertagesstätte «Gwunderwelt». Pro Tag werden zwölf Betreuungsplätze angeboten.

Wer die Kita «Gwunderwelt» (Sonnhalde 19) besucht, staunt zuerst einmal über die Grösse. Auf drei Stockwerken sind die Räume verteilt. Es gibt einen Eingangsbereich, Küche, ein Ess- und drei Badezimmer sowie etliche Räume für verschiedene Aktivitäten: Einen grosszügigen Gruppenraum, weiter ein Zimmer, um sich auszuruhen, ein anderes, wo man Basteln kann und einen Bewegungsraum.

Gordana Kojic ist die Leiterin der Kindertagesstätte. Zusammen mit Stefanie Gretsch und Christine Furrer hat sie die Kita ins Leben gerufen. Sie kümmern sich um die pädagogische Betreuung. Für sie alle ist Teamwork sehr wichtig. «Es hat alle gebraucht, damit die Kita entstehen konnte und es braucht auch weiterhin alle von uns, damit sie sich etablieren kann», so Kojic. Die Idee für dieses Projekt kam den drei Frauen, da sie sich schon lange kennen und dasselbe Ziel haben. Sie haben alle Erfahrungen in Kindertagesstätten gesammelt und auch Ausbildungen für ihren Bereich, den sie nun in der Kita übernehmen werden, absolviert. Dabei wollen sie immer auf dem neusten Stand sein und sich weiterbilden lassen.

Jeden Tag in die Natur

Die Kindertagesstätte ist montags bis freitags von 6.45 Uhr bis 18.15 Uhr geöffnet. Geschlossen ist sie während einigen kantonalen Feiertagen und an den Wochenenden. Jeden Tag sollen die Kinder an die frische Luft gehen, naturverbundene Aktivitäten sind den Betreuerinnen ein Anliegen. Dazu kommen regelmässige Ausflüge an den Aeschisee, in den Wald und zu Bauernhöfen. Die Kita hat einen grossen Garten, wo man einen kleinen Spielplatz einrichten möchte. Pro Tag werde zwölf Betreuungsplätze angeboten. Aufgenommen werden Kinder ab drei Monaten bis zum Schuleintritt. In den Schulferien nimmt man auch Schulkinder auf. Das Team legt Wert auf intensive Zusammenarbeit mit den Eltern und auf Frühförderung.

Auf spielerische Weise soll den Kindern Französisch näher gebracht werden. «Ich habe in meiner früheren Anstellung Anfragen diesbezüglich erhalten», erklärt Furrer, deren Muttersprache Französisch ist. «Aber ich will betonen, dass wir nicht unterrichten. Es wird vielleicht zehn Minuten im Tag ausmachen. Sich einmal hallo auf Französisch sagen oder ein Lied singen, ein Spiel auf Französisch durchführen.» Die Idee dahinter: Das Französisch für die Kinder zu einer positiven Erfahrung machen, sodass es ihnen in der Schule den Einstieg in diese Fremdsprache erleichtert. Zur Frühförderung gehört auch das Musizieren. Blockflöte, Keyboard und Gitarre können die Kinder ausprobieren, es werden Lieder gesungen und rhythmische Übungen gemacht. Die Nahrungsmittel sind saisonal und werden so weit als möglich von einem oder mehreren Höfen aus Aeschi bezogen. Kojic: «Die Mahlzeiten werden abwechslungsreich sein und unser Koch wird beim Zubereiten die Kinder einbeziehen.»

Viel Hilfe und Freiwilligenarbeit

Die Kinder sind für das Team das Wichtigste. Sie sollen sich wohlfühlen. Man will das Angebot nach ihren Bedürfnissen anpassen und erweitern. Dass den drei Frauen die Kinder am Herzen liegen, sieht man. Die Kita entstand in Freiwilligenarbeit und wird auch mit viel ehrenamtlichen Engagement betrieben. Furrer: «Wenn überhaupt, werden wir nur einen sehr kleinen Lohn haben.» Im letzten Mai wurde der Verein «Gwunderwelt» ins Leben gerufen, dessen Mitglieder engagiert für die Entstehung der Kita beigetragen haben, unter anderem mit finanziellen Beiträgen. Es werden aber weiterhin Sponsoren gesucht.

Die drei Frauen stammen aus der Region Solothurn. Sie eröffneten die Kita in Aeschi, da Umfragen deutlich die grosse Nachfrage zeigten. Sie sind zuversichtlich, dass die Plätze schnell gefüllt werden. Diverse Projekte sind in Planung wie einen Mittagstisch für die Kindergartenkinder, inklusive Abholungsdienst, oder der Möglichkeit, in der Kita zu übernachten. Auch eine Lehrstelle möchte man anbieten. Doch das Team will momentan nicht allzu weit in die Zukunft blicken: «Wir möchten erst einmal starten und danach schauen, wie die Bedürfnisse sind und welche zusätzlichen Angebote realisierbar sind», erklären sie.

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