Es ist einiges los in den letzten Tagen vor der Eröffnung des 19. Wiehnachtsmärets. Elektrische Kabel werden gezogen, Lichter aufgeschaltet, Tannenbäume aufgestellt, Holzhäuschen zugeteilt, Parkplätze mit Holzschnitzeln belegt, Suure Mocke eingelegt, Knöpfli vorbereitet.

Aber nicht nur die organisierenden Familien Isch und Wyss haben zum Endspurt angesetzt. Auch bei den Ausstellern sind die Tage ausgefüllt. «Zwei Wochen vor dem Anlass ist bei mir Tag- und Nachtschicht angesagt», erzählt Doris Schäfer aus Mühledorf, die Glasmalereien, Glasfusing und Porzellan ausstellt.

Sie brauche den Zeitdruck, nur so komme sie richtig in Schwung. Die quirlige Frau ist das 19. Mal am Wiehnachtsmäret anzutreffen. «Der Markt ist einzigartig, die Leute kommen nicht nur aus der Region. Es ist ein idyllischer Buurehofmäret rund um die alten Häuser», hebt sie das Unvergleichliche hervor.

Von Einzigartigkeit schwärmt auch Erika Rudolf von Rohr aus Gerlafingen, die seit Jahren im Holzhäuschen Gestricktes anbietet. «Für mich ist Aetigkofen der schönste Weihnachtsmarkt überhaupt», sagt sie begeistert. Beide Frauen heben auch das gute Verhältnis unter den Ausstellern hervor. «Wir trauern schon heute, wenn mit dem 20. Markt im nächsten Jahr Schluss sein soll», sagt Doris Schäfer.

Wiederum 80 Aussteller

Ob so viel Lob erstaunt es nicht, dass Werner Isch auch heuer wieder 80 Aussteller verpflichten konnte. Die Idee, den regionalen Kunst- und Hobbyhandwerkern, Landwirten und Vereinen eine Plattform zu bieten, geht auf. Das Angebot könnte vielfältiger nicht sein. Das kleine Dorf avanciert zum «Alles-was-das-Herz-begehrt-Paradies». Sich für Geschenke in der einzigartigen Lichtermeer-Stimmung inspirieren zu lassen, ist ein Leichtes. Sei es an den Aussenständen und Holzhäuschen oder in den Kellern und Scheunen um den Isch- und Ballihof.

Das kulinarische Angebot reicht von währschaft bis zuckersüss. So locken etwa Suure Mocke und Kartoffelstock, Hamme, Pizza, «Chäsbrägu», Kürbissuppe, Raclette, selbst gemachte Torten und Waffeln. Das knusprige Holzofenbrot backen nicht mehr die Landfrauen, sondern es steht im Angebot der Goldfarm AG im Holzhäuschen. Trotzdem ist die Britternstrasse Richtung Hauptstrasse in und um den Ballihof nach wie vor belebt. Auch in diesem Jahr erfreut der Samichlaus samt Esel die kleinen Gäste mit einem Geschenk. Die Eselbar im Schopf ist für Nachtschwärmer unerlässlich.

Wiehnachtsmäret: Do, 26., und Fr, 27. November, 16 bis 22 Uhr. Sa, 28. November, 14 bis 21 Uhr. So, 29. November, 11 bis 18 Uhr.