Wasserämter Gemeindepräsidentenkonferenz

Für die Wasserversorgung braucht es eine überregionale Lösung — Repla ist interessiert an der Tangentiallinie

Dem Kanton ist sauberes Wasser wichtig (Symbolbild)

Dem Kanton ist sauberes Wasser wichtig (Symbolbild)

Gemeindepräsidentenkonferenz thematisierte Wasserversorgung und Tangentiallinie.

«Bedrohungen für das Grundwasser gab es schon immer.» Gabriel Zenklusen (Chef Amt für Umwelt) nahm an der Videokonferenz der Wasserämter Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten (GPK) teil und informierte gemeinsam mit Philipp Staufer (Abteilungsleiter Wasser) über die Herausforderungen für die Wasserversorger.

Das Thema Chlorothalonil habe einmal mehr aufgezeigt, dass man dem Wasser speziell Sorge tragen müsse. Man habe sich deshalb dazu entschieden, dass der Kanton und die Wasserversorger gemeinsam eine Lösung erarbeiten müssten. «Die Wasserversorgungen haben wir bereits über unsere Ideen informiert. Nun pilgern wir von Gemeindepräsidentenkonferenz zu -konferenz», machte Zenklusen klar.

Es geht nicht nur um Chlorothalonil

Vor knapp zwei Jahren bedrohte eine Freonwolke das Grundwasser im Wasseramt. «Damals kam man mit einem blauen Auge davon», meinte Philipp Staufer. Beim Chlorothalonil und seinen Metaboliten sei dies anders. Da sei das Wasseramt stark betroffen, ebenso wie das Gäu, das Niederamt und der Bucheggberg.

Eine zukunftsgerichtete Lösung solle aber nicht nur die Chlorothalonil-Situation verbessern. Es gehe auch um Mikroverunreinigungen, und Trockenheit sei ebenfalls ein Thema, das vermehrt auftauche. «Wir müssen eine Breitbandwirkung erzielen, wenn wir Lösungen für die Zukunft suchen», so Staufer. Sicher müssten die heute bestehenden Fassungen geschützt werden. Zusätzlich mache es Sinn, zwei
bis drei neue Bezugsorte zu erschliessen. Dabei müsse man auch in Richtung der Kantone Bern und Baselland sehen. Weitere Vernetzungen und Leitungsbauten seien ebenfalls ein Thema.

Ziel «sauberes Wasser mit Zukunft»

«Es gibt bereits diverse Planungen im Kanton Solothurn, die sich mit der Wasserthematik beschäftigen», so Staufer. Diese seien teilweise fast 20 Jahre alt. Die Grundlagen seien aber auch heute noch gültig. «Wir haben eine breite Basis an Grundlagen, die wir nutzen können.» Staufer betonte explizit, dass es im Kanton genügend Wasser gebe, auch in der Zukunft. Trotzdem sei es wichtig, dass alte Leitungen mit Lecks geflickt und vermehrt Wasser gespart werde.

«Wir stehen erst ganz am Anfang und haben noch nichts Konkretes in den Händen», so Staufer. Der Kanton wolle sicher keine eigene Wasserversorgung aufziehen. Aber man habe sich gemeinsam mit den Wasserversorgungen auf den weiten Weg gemacht, der als Ziel «sauberes Wasser mit Zukunft» hat. Darum wolle man auch die Meinungen der Gemeinden abholen.

Repla ist auch interessiert an der Tangentiallinie

Philipp Heri (Gerlafingen) informierte darüber, dass die Regionalplanungsgruppe Solothurn (Repla) die Bemühungen der Wasserämter Gemeinden für die Einführung der Buslinie 18, die als Tangente zwischen Deitingen und Gerlafingen geführt werden soll, unterstützt. Die Repla hat dem Amt für Verkehr und Tiefbau geschrieben und möchte wissen, ob die Linie ins Grundangebot aufgenommen werden könnte, wenn die ungedeckten Kosten durch Dritte abgedeckt würden.

Falls ja: Könnte die Finanzierung auch durch andere Organisationen erfolgen? Zudem möchte die Repla wissen, wie gross der Betrag ist, der jährlich zusätzlich aufgebracht werden müsste und wie lange er ausgerichtet werden muss. Bisher sei die Rede von 55'000 Franken jährlich. Die Repla begründet den Brief damit, dass «diese Angelegenheit für das Wasseramt von grosser Bedeutung ist».

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