Schnottwil

Für die alte Poststelle wird eine Zwischennutzung gesucht

Was geschieht mit dem Gebäude?

Was geschieht mit dem Gebäude?

Der Gemeinderat Schnottwil will die ehemalige Poststelle nicht «brach» liegen lassen.

Nachdem die Post in Schnottwil eine Agenturlösung einrichtete, kaufte die Einwohnergemeinde deren modern aussehendes Gebäude im Ortszentrum. Für Interessenten, die aktuell Posträumlichkeiten im Erdgeschoss als Ladenlokal mieten wollten, wäre allerdings seitens der Gemeinde ein hoher Aufwand nötig. «Wir müssten ordentlich Geld investieren», meinte Gemeinderat Christopher O’Neill, dem Offerten von mehr als 40'000 Franken vorliegen.

Denn Einbauten müssten entfernt und vor allem das Elektronetz heutigen Standards angepasst werden. Problematisch sei auch die bisherige Sicherheitstür, die als Ladenzugang völlig geändert werden müsste. Zudem gebe es im Parterre kein WC. Um dafür den Anschluss an die Kanalisation vorzunehmen, wären Grabarbeiten nötig. Doch um eine solide Entscheidung zu treffen, lägen noch zu wenig Grundlagen vor, war sich der Rat einig.

Um eine «Pflästerli»-Massnahme zu verhindern, die langfristig nicht tauge, entschieden sich die Ratsmitglieder auf Vorschlag von Gemeindepräsident Stefan Schluep einstimmig für eine Aufnahme des Umbauvorhabens ins Budget 2020. «Allerdings brach liegen lassen wollen wir die Räumlichkeiten auch nicht», sprach sich O’Neill für eine alternative Zwischennutzung aus. Zuvor würde jedoch das Nötigste in Ordnung gebracht. So etwa aus Sicherheitsgründen die komplizierte Elektroanlage.

Spezielle Landwirtschaftszone

Ausserhalb vom Dorf liegt der Fluehof. Die Eigentümer befassen sich mit einer Nachfolgeregelung und einer veränderten Ausrichtung der Betriebstätigkeit. Entstehen soll neben landwirtschaftlicher Nutzung eine Geflügelfarm, die mit dem Planungsinstrument einer «Speziellen Landwirtschaftszone» ermöglicht werden soll.

Der Vorprüfungsbericht des Amtes für Raumplanung bezüglich Teilzonen- und Gestaltungplan mit Zonen- und Sonderbauschriften liegt vor. Auf dieser Grundlage wird das Ingenieurbüro BSB zu weiterer Arbeit beauftragt. Mit den dann erweiterten Unterlagen für die zweite öffentliche Auflage beschäftigen sich zuvor noch die örtliche Baukommission und das kantonale Planungsamt.

Mit online-Meldung umziehen können

Der Gemeinderat begrüsste die schweizweite Harmonisierung im «e-Umzug» für das Meldewesen. Einstimmig sprach sich der Rat dafür aus, bei der Aktion im Kanton Solothurn mitzuziehen, zumal der Kanton die Kosten übernimmt. Kleine Investitionen fallen indes bei den «Schnittstellen» innerhalb der Gemeinde-Software an.

Denn die Kontrolle über die Daten der Fort- und Zuziehenden verbleibt weiterhin bei der Gemeindeverwaltung. Damit die Ummeldung über den Online-Schalter problemlos verlaufen kann, werden die Homepage-Betreuer noch instruiert.

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