Fünf Kunstschaffende
Die Alte Brennerei in Unterramsern präsentiert ihre Sommerschau «Art 11»

Fünf Kunstschaffende, in der ganzen Schweiz zuhause, zeigen ihre Arbeiten in den Räumen der Alten Brennerei in Unterramsern.

Fränzi Zwahlen
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Es ist schon das elfte Mal, dass die beiden Galeristen Alfred Maienfisch und Tom Ganter, eine kleine aber feine «Art» in der Bucheggbergischen Gemeinde präsentieren können. Schon bevor man das Haus betritt, machen die Figuren von Sabeth Holland, im Garten aufgestellt, auf sich aufmerksam: Hunde, Bären, Fische oder körperartige Stelen sind zu sehen.

Die international erfolgreiche Künstlerin, mit Wohnsitz in St. Gallen, schafft diese Figuren aus Polymethan-Schaumstoff. Dann werden sie mit starken Farben, vielleicht auch mal mit Gold bedeckt und werden so zu unverkennbaren Lieblingen. In einem Raum der alten Brennerei ist ein ganzes Bestiarium von ihr zu sehen.

Lis Kocher aus Magglingen startete ihre Mal-Karriere bereits in den 1960er Jahren. Ihre Bilder zeigen eine Welt zwischen Surrealismus und Pop-Art, Traumbilder und -Sequenzen, die sie zu grossformatigen Gemälden fügt. Bilder mit kissenartigen Stoff-Anhaftungen lassen an Meret Oppenheim denken.

Max Roth’s Kunst ist aus ganz anderem Holz geschnitzt - und dies im tatsächlichen Sinn des Wortes. Er schafft mit der Motorsäge aus Holzblöcken abstrakte Formen und Gebilde, die er dann mit Grafit oder Lackfarben bemalt.

Der in Uettlingen bei Bern lebende Künstler kann schon auf über 100 Ausstellungen im In- und Ausland zurückschauen. Er bezeichnet seine Skulpturen als Monolithe - geometrisch und archetypisch. Dennoch erhalten sie durch seine ganz eigenen Farbgebung etwas Weiches und sehr Zugängliches.

Der in Schüpfheim/LU lebende Künstler Jürg C. Bärchtold beschäftigt sich mit Keramik und Porzellan. Als «experimentelle Keramik» können seine Arbeiten übertitelt werden. Bärchtold sammelt beispielsweise abgestorbene Rosenäste, schneidet sie und stapelt sie zu einem Nest. Dann taucht er diese Form in Porzellan und brennt sie im Ofen. Heraus kommt ein filigranes Porzellan-Nest.

Überhaupt scheinen es ihm Nest- und Eiformen angetan zu haben. Auch in seinen erdfarbenen Keramikarbeiten sind diese Formen zu erkennen. Der Letzte im Bunde ist der in Malans/GR lebende Patrick Kaufmann. Er zeigt schon fast psychedelisch anmutende Malerei, vielfach in Blautönen, in denen sich Bänder verweben, und wo Formen zerfliessen.

Hinweis Art 11: Vernissage heute Samstag 17 Uhr. Bis 12. September.

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