Unter dem Motto «Bi üs fägt’s», hat die Musikgesellschaft Derendingen (MGD) ihr Frühlingskonzert abgehalten. Das Motto war nicht nur am Konzert Programm. Das ganze Vereinsleben der MGD findet unter diesem Slogan statt.

Eröffnet hat die MGD das Konzert unter der Leitung von Alexander Rolli mit «Festival Day». Dieses wurde anlässlich des Kantonalen Musikfests 2014 in Kriegstetten von Mario Bürki komponiert und der MGD geschenkt.

Nach der Begrüssung durch den Co-Präsidenten Markus Burkhard, führte charmant und professionell Britta Spichiger durch den Abend. Mit «E Vogel ohni Flügel» stimmte die MGD einen grossen Hit von Peter Reber an. Arrangiert wurde das Stück ebenfalls von Mario Bürki und liess das Publikum für ein paar Minuten schwelgen.

Die MGD nimmt am Wochenende vom 18./19. Juni 2016 am Eidgenössischen Musikfest in Montreux teil. Natürlich nutzten die Musiker deshalb das Frühlingskonzert, um zum ersten Mal das Selbstwahlstück aufzuführen. «In Times of Triumph», eine Komposition von James Swearingen, scheint perfekt auf den Verein zugeschnitten zu sein und gelang in der Aufführung bereits sehr gut und sicher. Mit «L.O.V.E» von Bert Kaempfert ging es etwas weniger ernst weiter. Beim letzten Stück vor der Pause stand das Trompeten-Register mit «Trumpets» im Fokus.

Einladung ins Ritz

Rockig ging es gleich nach der Pause weiter mit «Rock Ovation», einer weiteren Komposition von Mario Bürki. Mit «Puttin’ on the Ritz», umgangssprachlich übersetzt «sich fürs Ritz anziehen», ging es dann in die 30er-Jahre zurück. Die Komposition von Irving Berlin liess das Publikum mitwippen und -schnippen.

Dem überraschend im Dezember 2014 verstorbenen Udo Jürgens zollte die MGD den Respekt mit der Aufführung des Arrangements «Udo Jürgens live». Kurt Gäble hat darin dessen grösste Hits zusammengeführt und arrangiert. Der Welthit «Happy» von Pharrell Williams lag als nächste Komposition auf den Notenständern.

Wieder typisch schweizerisch ging es dann mit dem offiziell letzten Stück zu und her. «Rocking Vogellisi» von Michael Sutherland vertonte das bekannte Schweizer Volkslied. Die erste Zugabe «Alls, was bruchsch» war dann ein absoluter Volltreffer.

Die schaukelnden Musikantinnen und Musikanten rissen das Publikum mit, und es wurde gesungen und geschaukelt, was das Zeug hält. Die Vize-Dirigentin Angela Furrer hatte mit «The Washington Post» ihre Premiere sehr gut gemeistert. Dieser und auch der Marsch «Musiktag» sind jene zwei Märsche, mit denen die MGD nach Montreux fährt. Erst etwa 3 Minuten vor der Marschmusik-Parade wird die MGD erfahren, welcher der beiden Märsche zu spielen ist. Mit dem «Solothurner Marsch» wurde ein erfolgreiches und «fätziges» Frühlingskonzert im festlich dekorierten und vollbesetzten Saalbau Bad beendet.