Gemeindepräsidiumswahlen

Fritz Lehmann vor Beat Späti, aber noch keine Entscheidung: In Bellach kommt es zum zweiten Wahlgang

Keiner der vier Kandidaten konnte sich im ersten Wahlgang durchsetzen

Keiner der vier Kandidaten konnte sich im ersten Wahlgang durchsetzen

Wer Gemeindepräsident in Bellach wird, entscheidet sich im zweiten Wahlgang. Nach dem ersten Durchgang liegt Fritz Lehmann (SVP) in Führung.

In Bellach wird sich im zweiten Wahlgang am 25. November entscheiden, wer das Gemeindepräsidium übernimmt. Im ersten Wahlgang konnte sich keiner der vier Kandidierenden durchsetzen. Es zeichnet sich allerdings ein Kopf-an-Kopf-Rennen zweier bürgerlicher Männer ab. Vizegemeindepräsident Fritz Lehmann (SVP) setzte sich gestern Sonntag mit 577 Stimmen klar an die Spitze der Bewerber. Das absolute Mehr von 698 Stimmen erreichte er aber nicht. Beat Späti (FDP) erhielt 426 Stimmen. Einen Achtungserfolg erzielte der parteilose Stefan Keller, der 225 Stimmen auf sich vereinigte. Vergleichsweise wenig Stimmen erhielt die einzige Frau: 136 Personen legten einen Wahlzettel für Linda Walter-Naef (FDP) ein.

FDP gibt sich kämpferisch

Für Anton Probst (Präsident FDP Bellach) ist klar, dass die Partei um das Gemeindepräsidium kämpfen wird. «Wir haben unsere Stammwähler mit einem Anteil von rund 40 Prozent sicher abgeholt, wenn man die Anzahl der Stimmen unserer beiden Kandidaten ansieht», erklärt er. Das gute Resultat von Fritz Lehmann erstaunt aber auch den langjährigen Politiker Probst. Und er verspricht, dass es im Vorfeld des zweiten Wahlganges etwas härter zur Sache gehen wird. «Der Bonus, Vizegemeindepräsident zu sein, reicht nicht», so Probst. «Fritz Lehmann muss sich nun deutlich äussern und sagen, was er in Bellach erreichen möchte.»

Fritz Lehmann sieht dem gelassen entgegen. «Wir packen den zweiten Wahlgang an und hoffen, dass wir es schaffen. Lieber hätte ich es natürlich schon im ersten Anlauf geregelt», meint er in einer ersten Stellungnahme. Beat Späti zeigt sich nicht ganz so entspannt. «Der zweite Platz ist nicht der erste Platz und der Abstand ist doch recht deutlich», meint er. Weh tue ihm persönlich, dass seine Mitbewerberin Linda Walter-Naef nur wenige Stimmen erhielt. «Ich stehe für den zweiten Wahlgang nicht mehr zur Verfügung», erklärt sie denn auch klar. «Für mich war es wichtig, dass das Stimmvolk eine breite Auswahl hat, und der Wahlkampf war für mich persönlich eine gute Erfahrung.»

Stefan Keller (parteilos) will das Resultat zuerst überschlafen. «Viele fanden es mutig, dass ich kandidiert habe. Aber ich hatte ja nichts zu verlieren.» Für einen zweiten Wahlgang müsste er aber doch eine breiter fassbare Unterstützung haben. «Sonst bleibe ich weiterhin der klare Aussenseiter.»

Für die Bellacher Grünen zeigt das Wahlresultat, dass Bellach bereit sei für einen Wechsel. Felix Glatz-Böni kündigt denn auch an, dass die Partei im zweiten Wahlgang eine Empfehlung abgeben werde. SP und CVP geben sich in einer ersten Reaktion eher bedeckt und äussern sich noch nicht. Beide Parteien machen ihre Entscheidung von den Personen abhängig, die sich im zweiten Wahlgang zur Verfügung stellen.

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