Gerlafingen

Freundlichkeit und Service sind Trumpf: Seit 24 führt Willy Frey die Drogerie

Willi Frey mixt ein Gesundheitselixier.

Willi Frey führt seit 24 Jahren die Drogerie an der Kriegstettenstrasse in Gerlafingen. Sein Erfolgsrezept: «Nähe zum Kunden». Der nächste Teil unserer Sommerserie «Shoppen auf dem Land».

Früher Morgen in Gerlafingen. Eine Kundin mit einem Sport-Studio betitelten T-Shirt verlässt die Drogerie Frey mit ihren Einkäufen. In diesem Geschäft mit 8000 Artikeln hat sie offenbar erhalten, was sie für ihren sportlichen Lebensstil braucht. «Unser grosses Reform- und Ernährungssortiment wird von der Kundschaft gern nachgefragt», sagt der Drogist und diplomierte Spagyriker Willi Frey.

Darunter sei auch häufig die jüngere Generation vertreten, die sich vertiefter als ältere Personen mit Nahrungszusammensetzung und -ergänzung, der Wirkung von Stoffwechsel, Zucker oder Proteinen auf den Organismus auseinandersetze. «Oft werde ich auch konfrontiert mit Gesundheitserkenntnissen aus dem dazu thematisch grossen Buchmarkt oder Ergebnissen durch googeln.»

Dank seiner achtjährigen Ausbildung, die mit dem Diplom einer Höheren Fachschule abschloss, und vor allem durch laufende Weiterbildung ist Frey bestens informiert über Fragen zur Gesunderhaltung. Für sich und sein Team aus drei Drogistinnen plant er jährlich rund 30 Tageskurse ein. Verstärkt wird die Frey-Truppe durch die beiden Lernenden und seine Frau Karin, die Buchhaltung und viel Hintergrund-Management erledigt.

Gute Platzierung in einer Umfrage

Das Gebäude neben dem Hochhaus am Anfang der Kriegstettenstrasse beherbergte immer schon eine Drogerie. Gegründet von einer Familie Heggendorn übernahm das Ehepaar Emch vor 65 Jahren die Drogerie, die sich stets eines guten Rufs erfreute. 1995 kaufte der aus dem Luzernischen stammende Willi Frey das Geschäft, das er unter dem bewusst gewählten Motto «Nähe zum Kunden» weiterführte. Längst waren zu dieser Zeit die früher gängigen Drogerie-Artikel in den Regalen der Supermärkte und Detaillisten angekommen. Für Willi Frey galt es deshalb, sich im Markt zu positionieren und neben üblichen Drogerie-Spezialprodukten sein Angebot in Naturheilkunde auszubauen.

Längst verfügt er über eine Stammkundschaft aus Gerlafingen und dem gesamten Wasseramt, die seine Kompetenz in diesem bedeutenden Zweig der Heilmittel schätzt. «Das Beratungsgespräch ist mir dabei das Allerwichtigste, damit wir – für welches Problem auch immer – die richtige Lösung finden.» In der letztjährigen, von 70 Drogerien schweizweit durchgeführten und professionell ausgewerteten Umfrage schnitt der Gerlafinger Betrieb bezüglich Freundlichkeit und Service mit einer Bestplatzierung ab.

«Wir bewegen uns mit Kundin und Kunde auf einer Vertrauensebene, in der ich die Lebenseinstellung meines Gegenübers ohne Vorbehalt akzeptiere und ihn partnerschaftlich begleite.» Diese Gespräche, auch mit der schmerzlichen Erfahrung, den eigenen Sohn durch Tod verloren zu haben, würden ihn demütig und zugleich hellhörig für das Schicksal anderer Menschen machen, sagt Frey.

Trends erkennen

Willi Frey und sein Team erforschen mit offenen Augen gesellschaftliche Trends und alle Neuerungen im Drogerie-Angebot. Zur Grundstrategie des Fachgeschäfts, alles anzubieten, was im Dorf bezüglich Artikeln der Gesundheits- und Schönheitsbranche fehlt, kommt die Offenheit für Entwicklungen in der Naturheilmethodik. Neben frei verkäuflichen Medikamenten ist im übersichtlich angeordneten Verkaufsladen alles vertreten von Spagyrik über Homöopathie, Schüsslersalze, Anthroposophie, Bachblüten bis zu Frischpflanzentinkturen und vielem mehr. Willi Frey stellt individuell angepasste Mischungen her.

Frey betont, dass das Sortiment bezüglich Aktualität laufend überprüft werde. Dass die Drogerie Frey fest verankert ist und dass aus dem Ehepaar Frey richtige Gerlafinger und Wasserämter geworden sind, hängt auch mit seiner Mitarbeit in unpolitisch besetzten Arbeitsgruppen und seiner Mitgliedschaft in Vereinen zusammen. Immer wieder stellt sich das Geschäft als Sponsor für verschiedenste Anlässe zur Verfügung. «Das hiesige Leben liegt uns eben sehr am Herzen», unterstreicht Frey, der mit seiner philosophischen Weltsicht, Menschenkenntnis und seinen sachkundigen Argumenten gewinnt.

Noch nachzutragen ist, dass in diesem Unternehmen auch die Ausbildung der bisher zehn Lernenden funktioniert. Rahel Bühler erwarb jetzt mit der Note 5,6 den besten Abschluss aller Drogistinnen in der Nordwestschweiz.

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