Eine Passantin beobachtete, wie ein Mann in Langendorf eine ältere Frau beim Fussgängerstreifen bedrängte und Geld aus deren Portemonnaie entwendete. Der Mann flüchtete mit einem anderen Mann in einem Auto.

«Die Passantin reagierte richtig, informierte sofort die Polizei und folgte der Täterschaft», teilt diese am Mittwoch mit. Während die Frau dem Auto hinterher fuhr, blieb sie in telefonischem Kontakt mit der Polizei. So konnte sie genau durchgeben, wo sich die Trickdiebe gerade befinden.

Eine gemischte Patrouille der Kantons- und Stadtpolizei Solothurn konnte das Fahrzeug dann in Solothurn anhalten – laut Zeugen geschah dies mitten auf der Westumfahrungsbrücke. 

Die Insassen waren zwei Rumänen im Alter von 40 bis 47 Jahren. Sie wurden mit Hilfe einer weitere Patrouille der Kantonspolizei vorläufig festgenommen.

Frau hatte bei Bank Geld abgehoben

Die Männer hatten «eine grössere Menge Bargeld» bei sich, wie die Polizei mitteilt. Ein Teil davon stammt nach ersten Erkenntnissen von der in Langendorf bestohlenen Frau.

Diese hatte zuvor bei einer Bank Geld abgehoben und wurde dann von einem der mutmasslichen Täter nach Kleingeld gefragt. Dabei gelang es ihm, mehrere Hundert Franken aus dem Portemonnaie zu entwenden.

Wie die Polizei weiter schreibt, seien eventuell in den vergangenen Tagen auch andere Personen durch Trickdiebe angegangen oder Opfer eines solchen Diebstahls geworden. Sie bittet diese Personen, sich mit ihr in Verbindung zu setzen. Hinweise nimmt die Kantonspolizei Solothurn entgegen (032 627 71 11).

Dass die Rumänen festgenommen werden konnten, war nur dank der aufmerksamen Passantin möglich. «Sie zeigte eine super Zivilcourage», sagt Andreas Mock, Mediensprecher der Kantonspolizei auf Anfrage. In solchen Fällen sei es wichtig, gleich die Polizei zu alarmieren. «Es ist sehr selten, dass die Polizei solche Trickdiebe fasst.» 

Vorsicht Trickdiebe

Immer wieder werden in der Regel ältere Personen Opfer von Taschen- und Trickdieben. Oft suchen sich die Täter ihre Opfer gut aus – auch im Umfeld von Banken. Die Polizei empfiehlt daher, nach dem Bezug von Bargeld besonders achtsam zu sein. So sollten Bargeld und Portemonnaies stets nah am Körper getragen werden.

Gegenüber Fremden, die einen in ein Gespräch verwickeln oder zu nah kommen wollen, sollte man allgemein misstrauisch sein und diese auf Abstand halten. Weitere Informationen unter www.polizei.so.ch Prävention.  (kps/ldu)