Flumenthal
Mann forderte Kind auf, ins Auto zu steigen – Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

In Flumenthal weist die Schulleitung Eltern darauf hin, dass Kinder der 3. und 4. Klasse auf dem Schulweg von Fremden angesprochen wurden. Die Polizei bestätigt einen Fall.

Lea Durrer
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Die Polizei ermittelt in dem Fall. (Archiv)

Die Polizei ermittelt in dem Fall. (Archiv)

Kapo SO

In einem Elternbrief weist die Schulleitung der Gemeinsamen Schule Unterleberberg auf ein Ereignis hin. Eine «unangemessene Ansprache durch Fremde» habe sich ereignet. Konkreter: In Flumenthal seien Kinder der 3./4. Klasse auf dem Schulweg von Fremden angesprochen und aufgefordert worden, in deren Auto zu steigen, heisst es im Schreiben. Ein Kind berichtete den Eltern davon. Diese nahmen mit der Polizei Kontakt auf.

Dort bestätigt man die Meldung vom Montagnachmittag. Ein Kind sei bei der Kirche in Flumenthal von einem Unbekannten angesprochen worden, heisst es auf Anfrage. «Laut Aussagen des Kindes habe es zunächst ein Gespräch eines Mannes in einem Auto belauscht. Dieser sei dann dem Kind nachgerannt und habe es aufgefordert, in ein Auto zu steigen. Das Kind lief weg.» Die Kantonspolizei Solothurn hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen.

Lehrer thematisieren Ansprache durch Fremde

Die Schulleitung informierte die Klassenlehrpersonen, «welche dann gemäss einer internen Praxishilfe vorgehen und mit den Schülerinnen und Schülern das richtige Verhalten bei unangemessener Ansprache durch Fremde thematisieren und einüben». Dies müsse sachlich geschehen und ohne den Kindern Angst zu machen.

Das betont auch die Polizei auf einem Merkblatt. Es gebe immer wieder solche Meldungen. Oft stecke keine böse Absicht dahinter. Man nehme aber jede Meldung ernst. Wichtig sei in solchen Fällen, die Kinder nicht zusätzlich zu verängstigen, sondern sie zu stärken. Wie man die Kinder am besten schützen kann, wird auf dem Merkblatt erklärt. Die Kinder sollen bspw. lernen, bei Gefahr andere Personen um Hilfe zu bitten oder laut zu schreien.

Merkblatt Ansprechen von Kindern.pdf

Den Eltern der Gemeinsamen Schule Unterleberberg wird im Elternbrief auch empfohlen, dass die Kinder den Schulweg in Gruppen begehen. «Dies gibt ihnen zusätzliche Sicherheit und Geborgenheit.»

Weitere Fälle in und um Flumenthal sind der Polizei nicht bekannt.