Kriegstetten
Fluchtverkehr über die Schulhausstrasse soll unterbunden werden

Während der Bauarbeiten im Zentrum war die Schulhausstrasse bei der Brücke über den Gehrenbach gesperrt. Das hat sich bewährt und zu weniger Fluchtverkehr geführt. Der Gemeinderat will dieses Regime auch künftig beibehalten.

Rahel Meier
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Immer wieder kommt es auf der Schulhausstrasse zu gefährlichen Situationen.

Immer wieder kommt es auf der Schulhausstrasse zu gefährlichen Situationen.

Hanspeter Bärtschi

Die Schulhausstrasse in Kriegstetten soll auch weiterhin gesperrt bleiben. Das hat der Gemeinderat einstimmig entschieden. Während der Bauarbeiten auf der Hauptstrasse rund um den Coop und der damit verbundenen Sperrung der Kreuzung Haltenstrasse/Oekingenstrasse im vergangenen Jahr wurde die Schulhausstrasse auf Höhe der Brücke über den Gehrenbach vorübergehend gesperrt. Diese Sperrung entschärfte die Lage auf der engen Strasse. Die Schulhausstrasse weist nämlich ein hohes Verkehrsaufkommen auf, weil sie von der Grundmattstrasse her, die Haltenstrasse und die Oekingenstrasse erschliesst. Viele nützen diesen Weg als Abkürzung, um ins Dorfzentrum oder nach Oekingen zu gelangen. Zusätzlich wird die Strasse von Elterntaxis befahren. Für die Schulkinder, die zu Fuss, mit dem Velo oder dem Trottinett unterwegs sind, kommt es deshalb immer wieder zu gefährlichen Situationen. Die Gemeindeversammlung hat der Einführung einer Begegnungszone (Tempo 20) rund um das Schulhaus bereits zugestimmt. Die Sperrung der Schulhausstrasse soll zusätzliche Sicherheit bringen. Die Baukommission wird damit beauftragt, diese Massnahme umzusetzen. Zudem soll überprüft werden, ob es Sinn macht, ein Einbahnregime einzuführen. «Das Kreuzen von zwei Fahrzeugen ist nämlich nicht ganz einfach», so Gemeindepräsident Simon Wiedmer auf Anfrage. Die Idee wäre es, dass man nur noch via Hauptstrasse in die Schulhausstrasse hinein- und dann via Grundmattstrasse wieder hinausfahren könnte.

Projekt muss vom Kanton begleitet werden

Schon länger ist bekannt, dass im Bereich des Schulhauses in Kriegstetten und bei den Gebäuden von focus jugend eine Hochwasserproblematik durch die Oesch besteht. Weil in Halten die Brücke über die Oesch neu gebaut und damit die Durchlaufkapazität für den Bach erhöht wird, forderte die Gemeinde Kriegstetten das Amt für Raumplanung schon 2019 auf, weitere Hochwasserschutzmassnahmen zu prüfen. Die Massnahmen für Kriegstetten und das benachbarte Oekingen wurden allerdings als «nicht prioritär» eingestuft. Ende September letzten Jahres sah die Sache plötzlich anders aus. Das Amt für Umwelt (AfU) bezeichnete die Situation beim Schulhaus und bei den Gebäuden von focus jugend als «ungenügend». Zusätzlich wurde angedroht, diesen Teilbereich der Ortsplanung Oekingen nur zu bewilligen, wenn Hochwasserschutzmassnahmen ergriffen würden. Das AfU stellte in Aussicht, dass es den Lead übernehmen werde. «Ende November wurden wir dann per Mail informiert, dass das Amt für Umwelt keine personellen Ressourcen hat, um die Federführung für das Hochwasserschutzprojekt zu übernehmen», erklärt Wiedmer. Das AfU schlug deshalb vor, dass Kriegstetten den Lead übernehmen und ein Projekt ausarbeiten solle. Das AfU stehe für eine fachliche Begleitung zur Verfügung. «Die Gemeinden Oekingen und Halten wurden vonseiten des AfU bis anhin gar nicht über die ganze Thematik informiert.» Wiedmer bezeichnet die Kommunikation mit den kantonalen Behörden denn auch als «etwas schwierig». «Wir können als kleine Gemeinde den Lead für ein solches gemeindeübergreifendes Projekt nicht übernehmen», meint er deutlich. Es gehe hier um einen Betrag in Millionenhöhe. Der Gemeinderat Kriegstetten hat deshalb seinen Entschied vorübergehend vertagt. Er verlangt eine gemeinsame Sitzung mit den Gemeinden Halten, Oekingen und Vertretern des Amtes für Umwelt, in der die Situation diskutiert werden soll.

Unterstützung für eine Fasnachtszeitung

Der Gemeinderat hat sich in seiner letzten Sitzung zudem dazu entschieden, eine Steuerungsgruppe einzusetzen, die den Neubau der Sporthalle und den Umbau der alten Turnhalle in einen Mehrzweckraum begleitet. Bis das Projekt konkret vorliegt sollen Gemeindepräsident und Bauverwalter das Projektpflichtenheft umsetzen. Die operative Leitung liegt laut Gemeinderatsbeschluss beim Bauverwalter. Weiter wird der Fasnachtsgruppe Narre-Stette Chrieger ein Betrag von 100 Franken für die Herausgabe einer Fasnachtszeitung zugesprochen. Die Gemeinde übernimmt zudem die Kosten für das Verteilen der Zeitung mit dem «Azeiger». «Die Herausgabe einer Fasnachtszeitung ist coronakonform und bringt trotzdem etwas fasnächtliche Stimmung ins Dorf. Das ist eine gute Sache», so die Rückmeldung aus dem Gemeinderat.

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