Wissen
Finn (12) aus Langendorf geht an die Universität

«kids@science» ermöglicht es Kindern einen Einblick in wissenschaftliches Arbeiten zu erhalten. Ein Langendörfer Schüler ist als einziger aus dem Kanton Solothurn mit dabei.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Der Langendörfer Sechstklässler Finn Huggenberger freut sich auf eine erlebnis- und lehrreiche Woche.

Der Langendörfer Sechstklässler Finn Huggenberger freut sich auf eine erlebnis- und lehrreiche Woche.

Hanspeter Bärtschi

Die kommenden vier Tage werden für den 12-jährigen Finn Huggenberger aus Langendorf zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Er kann – zusammen mit 35 anderen Knaben aus der ganzen Deutschschweiz – an der «kids@science» an der Universität in Basel teilnehmen.

Dies ist eine Art Lagerwoche für Kinder, die sich insbesondere für Naturwissenschaften, für das Forschen interessieren. Mit diesem besonderen Angebot will die Stiftung «Schweizer Jugend forscht» Kinder zwischen 10 und 13 Jahren ansprechen und so dem Fachkräftemangel in der Schweiz entgegenwirken.

«Schweizer Jugend forscht»

Seit dem 23. Januar tüfteln 45 Mädchen und 35 Jungs aus der ganzen Schweiz bei «kids@science» an der Universität Basel. Damit will die Stiftung «Schweizer Jugend forscht» den Fachkräftemangel im Bereich Naturwissenschaften verringern.

Die Stiftung «Schweizer Jugend forscht» unterstützt seit 1967 neugierige und motivierte Kinder und Jugendliche mit dem Ziel, die Freude und Faszination an wissenschaftlicher Arbeit zu wecken. Dieses Ziel wird mittels Studienwochen, dem Nationalen Wettbewerb und dem «Swiss Talent Forum» für junge Erwachsene unterstützt. www.sjf.ch

Für Buben und für Mädchen

Finns Schwester hatte ursprünglich von ihrem Lehrer die Information erhalten, dass es dieses Angebot gibt und dass sie sich doch dafür melden solle. Es gibt die «kids@science»-Woche nämlich für Buben und für Mädchen. Sie habe sich jedoch dagegen entschieden, erzählt ihr Bruder Finn. Er selbst wollte jedoch teilnehmen.

Und so hat er ein mehrseitiges Bewerbungsschreiben abgeschickt und darin seine Motivation, bei der Woche mit dabei zu sein, begründet. «Warum sie mich dann schlussendlich gewählt haben, weiss ich eigentlich gar nicht. Wahrscheinlich hat ihnen mein Schreiben gefallen», sagt der 12-Jährige.

Er besucht die 6. Klasse in Langendorf und ist noch an viel mehr als an Naturwissenschaften interessiert. Finn ist ein Vielleser, er spielt Fussball, macht gerne OL und zählt das Turnen, neben der Mathematik, zu seinen Lieblingsfächern in der Schule. Deshalb hat er sich dann auch für das Mathe-Team an der «kids@science» entschieden.

Unibetrieb kennen lernen

Es wird verschiedene Teams von neun Kindern geben, die ab morgen Montag jeweils von einem Assistenten oder Studierenden der Uni Basel angeleitet und unterstützt werden. Was die Gruppe dann genau erarbeitet, weiss Finn noch nicht. «Geheimcodes oder Symmetrie wurden als Themen genannt. Ich werde dann sehen, was kommt.» Das erarbeitete Ergebnis der Kinder kann am Donnerstag von den Angehörigen und Eltern der Kinder begutachtet werden.

Mit diesem Angebot soll den Kindern neben all dem Wissen und wissenschaftlichen Arbeiten auch ein Einblick in das universitäre Umfeld ermöglicht werden, sagt Finns Mutter Monika Huggenberger. Sie ist beeindruckt, wie gut organisiert die Studienwoche für die Kinder ist. Neben der Beschäftigung an der Uni wird es jeden Tag ein spannendes Rahmenprogramm geben, zum Beispiel ein Ausflug ins Naturhistorische Museum sowie ein Spiel- und Sportanlass gehören mit dazu.

Finn freut sich auf jeden Fall sehr auf die vier kommenden Tage, wo er bestimmt auch neue Freunde gewinnt. Schliesslich ist er das einzige Kind aus dem Kanton Solothurn, das an der Woche mitmachen kann. Doch eigentlich weiss er heute schon, was er einmal werden will: Architekt.