Ist die Zukunft wirklich so düster, wie die Finanzzahlen vermuten lassen? Paul Meier, Mitglied der Finanzkommmission informierte den Gemeinderat über den Finanzplan und, was Feldbrunnen spezifisch plagt, den Finanz- und Lastenausgleich. Eine Hochrechnung ergibt in den nächsten Jahren Abgaben bis zu 1,7 Mio. Franken in den kantonalen Finanz- und Lastenausgleich. In der Rechnung 2017 ist eine Abgabe in der Höhe von 782'500 Franken ausgewiesen.

Diese Aussichten veranlassten den Gemeinderat, verschiedene Szenarien in Bezug auf mögliche Steuererhöhungen zu diskutieren, wie Gemeindepräsidentin Anita Panzer erklärt. «Wir haben uns für ein abgestuftes System entschieden.» Das wären im nächsten Jahr eine Erhöhung des Steuerfusses um 5 Steuerpunkte und dasselbe nochmals im übernächsten Jahr.

Aktuell liegt der Steuerfuss bei 65 Prozent für natürliche Personen (55 Prozent für juristische Personen). «Eine konkrete Steuerfussveränderung werden wir aber erst mit dem Budget diskutieren.» Wenn der Gemeinderat supervorsichtig agieren würde, müsste er den Steuerfuss sofort auf 75 Prozent erhöhen, so die Gemeindepräsidentin. «Aber wir haben genügend Eigenkapital, um auch einmal einen Aufwandüberschuss begleichen zu können.»

Zusätzlichen Schulraum

Das zweite einschneidende Thema an der vergangenen Gemeinderatssitzung war die Diskussion zum künftig benötigten Schulraum. «Die entscheidenden Kriterien sind die Anzahl der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrplan 21, der zusätzliche Räumlichkeiten nötig macht.» So brauche es künftig nicht nur Klassenzimmer, sondern auch kleinere Gruppenräume.

Als Idee dränge sich ein kleiner, zweistöckiger Anbau in einer Lücke des bestehenden Schulhauses auf. Der Gemeinderat lässt nun diese Idee rechnen, wobei gleichzeitig der Sanierungsbedarf des Schulhauses und der Turnhalle miteinbezogen werden sollen.