Das Schnottwiler Budget für nächstes Jahr sieht einen Ertragsüberschuss von 97 630 Franken vor. Vizegemeindepräsident Stefan Schluep schreibt dies den für 2016 erwarteten, um 2,6 Prozent höheren Steuereinnahmen zu.

Ebenso positiv sieht es beim Finanz- und Lastenausgleich aus. Dieser wird mit 463 000 Franken um 250 000 Franken höher ausfallen als im Budget 2015. «Dies macht eine Senkung des Steuerfusses von 135 auf 130 Prozent möglich», freute sich Schluep.

Investiert werden soll in verschiedene Erschliessungsprojekte, den Ersatz von Strassenbeleuchtungen entlang der Kantonsstrassen oder die Fassaden- und Dachsanierung des Schulhauses. Insgesamt sind Nettoinvestitionen von 762 450 Franken vorgesehen.

Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 100 Prozent. Für die Abschreibung des Verwaltungsvermögens sind zusätzlich zu den ordentlichen Abschreibungen 194 850 Franken eingesetzt. Dies ist möglich, weil ein positives Rechnungsergebnis erwartet wird und die Abschreibungen damit nicht höher werden als die Nettoinvestitionen.

Verschuldung nimmt ab

Der Finanzplan bis 2020 sieht ebenfalls erfreulich aus. Mit einem Steuerfuss von 130 Prozent gerechnet, können in den nächsten vier Jahren Investitionen für 4,2 Millionen verkraftet werden, zeigte Schluep auf. Kritisch werde das Jahr 2017, in dem für verschiedene aufgeschobene Strassensanierungsprojekte 1,2 Millionen Franken aufgeworfen werden müssen.

Auf der Einnahmenseite werden die guten Prognosen bei den Steuereinnahmen und dem Finanz- und Lastenausgleich bis ins 2020 weiter gezogen. Ausgabenseitig lobte Schluep den vernünftigen Umgang der Kommissionen mit den Finanzen.

Er rechnet mit einer Abnahme der Pro-Kopf-Verschuldung. Dennoch mahnte der Finanzverantwortliche, die Investitionen gut im Auge zu behalten und vorausschauend zu planen.

Der Werterhalt der Infrastruktur dürfe nicht ausser Acht gelassen werden. Investitionen für Projekte, die im Zusammenhang mit der Ortsplanungsrevision anfallen werden, sind erst nach 2020 zu erwarten und noch nicht Gegenstand des vorliegenden Finanzplanes.

Stimmgerechtigkeit herstellen

Durch den Zusammenschluss mehrerer Bucheggberger Gemeinden hat das Stimmrechtsverhältnis im Schulverband A3 ein Ungleichgewicht erhalten. Dies soll nun mit einer Statutenänderung korrigiert werden.

Gemäss Beschluss der Bucheggberger Gemeindepräsidenten soll neu nicht mehr nur das einfache Mehr der Delegiertenstimmen gelten, sondern ein Doppeltes Mehr. Dieses wird konstituiert aus dem Mehr der Delegiertenstimmen und demjenigen der vertretenen Verbandsgemeinden.

Der Souverän wird an der Gemeindeversammlung über diese Statutenänderung abstimmen. Die neue Regelung soll auf den 1. Oktober 2016 in Kraft treten.