Ferienpass Bucheggberg
Roundnet: Als Spieler muss man ständig konzentriert und in Bewegung sein

Der Roundnet-Club Messen Knights bringt vier Knaben im Ferienpass Bucheggberg eine neue Trendsportart bei.

Patric Schild
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Ferienpass-Anlass zum Thema Roundnet / Spikeball.
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Ferienpass-Anlass zum Thema Roundnet / Spikeball.

Tom Ulrich

Roundnet, auch Spikeball genannt, ist die neue Trendsportart aus den USA. Erfunden wurde sie 1989 vom Amerikaner Jeff Knurek, welcher sich dabei von Volleyball inspirieren liess.

Bei Roundnet handelt es sich um ein Teamsport, bei dem zwei Mannschaften mit jeweils zwei Spielern oder Spielerinnen um ein rundes, aufgespanntes Netz – eine Art Mini-Trampolin – stehen. Nach dem Anspiel geht es darum, denn Ball mit maximal drei Berührungen aufs Netz zu schlagen, sodass das gegnerische Team diesen nicht mehr erreichen oder zurück auf das Netz retournieren kann.

Revival auch in der Schweiz

Das Netz fungiert dabei als 360-Grad-Spielfeld. Die Spielenden müssen daher nicht auf einer Seite bleiben, sondern können sich rund um das Netz frei bewegen. Nach anfänglicher Popularität, flachte das Interesse an der neuen Sportart ab Mitte der 90er Jahre wieder ab. Später erlebte Roundnet ein Revival und erfreut sich seit einiger Zeit auch in unseren Gefilden einer immer grösser werdenden Beliebtheit.

Einziger Club im Kanton

So im Sommer 2019 auch in Messen neun junge wilde «Roundnetter» fasziniert von dieser Sportart. Weil der Spass am Spiel immer grösser wurde, haben sie sich ein Jahr später dazu entschieden den ersten und bisher einzigen Verein im Kanton Solothurn zu gründen – den Roundnet-Club Messen Knights. Zurzeit gibt es schweizweit zehn solcher Vereine. Der erste von ihnen wurde 2018 in Bern gegründet.

Vorgängig schlau gemacht

Im Rahmen des diesjährigen Bucheggberger Ferienpasses haben es sich die Messen Knights zur Aufgabe gemacht, ihre Sportart auch den Jungen näher zu bringen. Vier Primarschüler haben die Chance genutzt, um mehr über den neuen Trend in Erfahrung zu bringen. Gespielt hatten die Jungs Roundnet bis anhin noch nie. Sie haben sich im Vorfeld jedoch im Internet mittels Videos ein wenig darüber schlau gemacht.

Bevor es aber ans Eingemachte ging, war erst einmal Aufwärmtraining in Form von verschiedenen Spielen angesagt. Anschliessend wird intensiv das Passspiel geübt. Denn Roundnet erfordert eine gute Koordination und Ballgefühl.

«Saubere Pässe sind etwas vom wichtigsten»,

erklärt Marco Spielmann von den Messen Knights. Wenn dies nicht klappt, gibt es keine schöne Übergabe an den Spielpartner. Zudem sei es auch wichtig, hohe Anschläge zu spielen. «So bleibt dem Mitspieler mehr Zeit zum Reagieren», so der «Roundnetter» weiter.

Immer parat sein

Gesagt getan. Nach ein paar weiteren Übungsrunden und einigen zusätzlichen Tipps vom Profi klappt das Zuspiel bereits deutlich besser. Dies führt zu Jubel bei einem der Jungs nach einem gelungenen Pass, aber auch dazu, dass er den Rückpass verpasst. «Wenn der Ball gespielt wurde, muss man gleich wieder bereit sein», mahnt Spielmann prompt.

Roundnet ist ein schnelles Spiel, das permanente Konzentration erfordert. Einmal kurz nicht aufgepasst und schon fällt der Punkt an die Gegner. Aber nicht nur die Pässe wollen gut einstudiert sein. Die Kids lernen auch die richtigen Angriffstechniken und, dass man ständig in Bewegung bleiben muss. Hand, Fuss, Kopf – alles ist erlaubt Nach einer gewissen Zeit haben die Jungs den Dreh einigermassen raus, sodass zusammen mit den Vereinsmitgliedern erste Matches gespielt werden können

Ehrgeiz schnell geweckt

Der Ehrgeiz war bei den Primarschülern auf jeden Fall geweckt. Sie sprinten und hechten dem Ball mit vollem Einsatz hinterher oder versuchen ihn mit einem Kick vor dem Aus zu retten. Denn obwohl grösstenteils mit der Hand gespielt wird, spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob der Ball auch mal mit dem Fuss oder dem Kopf angenommen wird. Jeder Körperkontakt ist erlaubt.

Auch Spielmann zeigte sich ab der Leistung der Jungs durchaus zufrieden. Er hält aber auch fest, dass Roundnet für so kleine Kinder doch eher schwierig sei. Nach zwei Stunden ist das Ferienpass-Anlass auch schon wieder vorbei.

Alle hatten Spass

Die Kids sind von der schweisstreibenden Sportart sichtlich erschöpft, aber auch vergnügt. In den letzten beiden Stunden hatten sie gejubelt, gelacht und auch mal gewettert, wenn der Ball nicht dahin ging, wo er eigentlich hinsollte. Eines scheint daher klar zu sein: Spass hatten die vier an der neuen Trendsportart allemal.

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