Langendorf
Ferienpass auf den Spuren der Papierflieger

Der Ferienpass Langendorf wartete dieses Jahr mit einem neuen und aussergewöhnlichen Angebot auf. Die Kinder konnten sich erstmals mit Papierfliegern auseinander setzen.

Niccolo von Siebenthal
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Beim Bau von Papierfliegern gibt es ausgefallene Methoden, wie Kursleiter Simon Linder zeigte.

Beim Bau von Papierfliegern gibt es ausgefallene Methoden, wie Kursleiter Simon Linder zeigte.

Niccolo von Siebenthal

Der Solothurner Ferienpass ist jedem Schüler aus der Region ein Begriff und seit langem etabliert. Anders präsentiert sich meist die Lage, wenn ein Dorf ein solches Angebot erwägt.

Als 2007 der Familienverein Konfetti aus Langendorf, der sich für die Interessen von Kindern, Jugendlichen und Familien einsetzt und im Dorf fest verankert ist, erstmals ein solches Programm ins Leben rief, hatte dieses eine eher bescheidene Grösse. Das Zielpublikum war meist im eigenen Dorf zu finden. Mit zehn Kursen zu Beginn war das Frühlingsferien-Programm für Kinder überschaubar.

Acht Jahre später zeigt ein Blick ins aktuelle Programm: Mit 43 Kursen kann der Ferienpass einem «dorfüblichen Programm» nicht mehr gerecht werden. Im Gegenteil: Es wäre ob der Breite des Angebots nicht vermessen zu behaupten, dass das Langendörfer Angebot in vielerlei Hinsicht an jenes des grossen Nachbars in der Stadt herankommt.

Bekanntes unter neuem Aspekt

In diesem Jahr stand ein neues, besonderes Angebot zur Auswahl: das Bauen und Fliegenlassen von Flugobjekten wie Papierfliegern, aber auch besonderen wie Propellern und Wasserraketen. Papierflieger scheinen zunächst eine rudimentäre Sache zu sein, zumindest dürfte das den Erwartungen der Teilnehmer entsprochen haben.

Schon bald wurde ihnen aber klar, welch ausgefallene Methoden es gibt, um das Ziel, den Papierflieger möglichst lange in der Luft zu halten, bestmöglich erreichen zu können. Spätestens als Kursleiter Simon Linder den Kindern eröffnete, dass man diesem Hobby auch ziemlich professionell nachgehen kann – es gibt sogar Weltmeisterschaften –, und spektakuläre Filme von den Profis mit unkonventionellen Fliegermethoden zeigte, war das Eis gebrochen.

Dem Ziel, die Gspänli zu übertreffen, schienen keine Grenzen mehr gesetzt. Linder erklärte: «Das Schöne an dieser Beschäftigung ist, dass man auch mit wenig Aufwand schon ziemlich viel herausholen kann. Die Freude steht im Vordergrund.» Und nicht zuletzt bleibt laut Linder beim Ferienpass «der urchige Dorfcharakter erhalten» – auch, weil sich die Kinder bereits kennen.

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