Das Wetter hätte nicht besser sein können für den Ferienpass «Golf-Schnupperkurs» auf dem Golfplatz in Aetingen. Angenehme 23 Grad und strahlender Sonnenschein. Die acht Teilnehmer zwischen sieben und neun Jahren haben das perfekte Golfwetter erwischt.

Schon beim Betreten des Golfplatzes gibt es fragende Gesichter. Ist das denn wirklich echter Rasen? «Ja, er ist einfach ganz kurz geschnitten. Er ist nur vier Millimeter lang. Das muss so sein, damit der Golfball gut rollen kann», erklärt Kursleiter Steven Walther. Der angehende Golflehrer zeigt zuerst einmal die verschiedenen Golfschläger. Diese haben beispielsweise unterschiedliche Längen und Materialen.

Dann führt er auch gleich vor, wie sich die Wahl des Schlägers auf das Golfspiel auswirkt: Mit dem einen Schläger fliegt der Golfball sehr hoch, aber nicht so weit, während der kleine Ball beim Schlag mit dem anderen Schläger bis ausser Sichtweite fliegt. Das sorgt für grosse Augen bei den Teilnehmern. «Ob ich das wohl auch kann?», scheint sich der eine oder andere zu fragen.

Abschlagen ist gar nicht so leicht

Die Ferienpässler können es kaum erwarten, sich endlich selber mit dem Golfschläger zu versuchen. Schnell stellt sich aber heraus: Das richtige Abschlagen ist gar nicht so leicht, wie es aussieht. In allen möglichen Winkeln fliegen die Golfbälle davon. Es dauert nicht lange, und es muss bereits Nachschub besorgt werden.

Steven Walther ist derweil damit beschäftigt, die richtige Technik beim Halten des Schlägers zu erklären oder einen falschen Stand zu korrigieren. Und immer wieder die Mahnung: «Wo stellt man sich hin, wenn der Kollege mit dem Schläger ausholt? Sicher nicht direkt dahinter!»

Nach und nach haben die drei Mädchen und fünf Buben den Dreh besser raus und die ersten Bälle fliegen bis zur 50-Meter-Marke.«Mein persönlicher Rekord liegt bei 370 Meter», erzählt Walther stolz. Für einen perfekten, langen Schlag müssen die äusseren Umstände aber auch stimmen. «Zum Beispiel die Beschaffenheit des Rasens und die Windrichtung», so Walther.

Auch wenn die Ferienpässler davon noch weit entfernt sind: Spass macht es ihnen allemal, besonders als sie noch die Königsdisziplin im Golf üben dürfen: den sogenannten Putt. Das ist ein sanfter Golfschlag, bei dem der Ball, ähnlich wie beim Minigolf, auf dem Rasen ins Loch rollen soll. Laut Steven Walther braucht es dazu viel Feingefühl.

Den Ferienpass auf dem Golfplatz Aetingen gibt es bereits seit fünf Jahren. Auch Kursleiter Walther begann im Alter mit dem Golfspiel, in dem die Teilnehmer jetzt sind. Sein Vater, der diese Sportart schon lange betrieb, hat ihn dazu gebracht. «Es ist leider sehr schwierig, Kinder längerfristig für diesen Sport zu begeistern, wenn die Eltern nicht auch Golfer sind», sagt Walther.

Mit dem Ferienpass habe man die Möglichkeit, die Sportart bekannter zu machen und so hoffentlich zu neuem Nachwuchs zu kommen.

Ferienpass in Aetingen: Golfkurs für Kinder

Ferienpass in Aetingen: Golfkurs für Kinder

Kursleiter Steven Walther half den Ferienpass-Teilnehmern bei der richtigen Schläger-Haltung.