Die Acrylmalerei von Edit Horvat beruht auf spontanen Gefühlseindrücken, die auf ihrer visuellen Erlebniswelt gründen. Die Künstlerin reist gerne. Der wohl eindrücklichste Bilderzyklus ihrer Ausstellung gilt ihrer Kuba-Reise. Darin thematisiert sie vordergründig ein architektonisches Erlebnis von abbröckelnden und wieder übertünchten Fassaden. Diese hat sie fotografisch festgehalten und im Atelier in eine Schichtenmalerei in Mischtechnik mit derselben Vielfalt in eine Gefühlserlebniswelt transponiert. Das Thema erinnert zugleich an ihre frühere figurativen Arbeiten. Insofern schimmern gelegentlich erkennbar architektonische Formen durch.

In ihrer Mischtechnik rangieren in erster Linie die Acrylfarben, die zusammen mit farbigen Spachtelmassen, Rostpatina und Gold Schicht um Schicht im Wechsel verschiedener Texturen aufgetragen werden. Zum Schluss analog einem Firnis wird das Gestaltete mit heissem Wachs mit Tiefenwirkung überzogen. Das ganze Prozedere in der Malerei von Edit Horvat entspricht der Vielfalt ihrer Fantasie, Gefühle, Erinnerungen und ihrer Lebenshaltung. Die 1967 in Budapest geborene Künstlerin ist ausgebildete medizinische Analytikerin, zog 1982 in die Schweiz und besuchte die Kunstgewerbeschule in Zürich. Zur Zeit lebt Edit Horvat in Basel und Olten.

Fokus auf die menschliche Figur

Die Solothurner Keramikerin Doris Althaus ist ganz auf die menschliche Figur fokussiert. Bereits in ihrer Kindheit hatte sie Freude am Formen und Gestalten mit Ton. Im Alter von 16 Jahren machte sie eine Töpferlehre in Biel. Es folgen diverse Weiterbildungen für Keramik und im Erwachsenenbildungsbereich. In ihrer Weiterentwicklung –arbeitet die Künstlerin heute mit körnigem Steinzeugton in Aufbautechnik und kreiert poetisch gefühlvolle, vorwiegend charmante weibliche Einzelfiguren und szenische Gruppenbilder mit Sinn für Bewegung und Tanz mit ausgeprägter Proportions- und Formsicherheit.

Bedingt durch die Grösse des Brennofens, in dem die Figuren mit 1260 Grad gebrannt, engobiert und schliesslich glasiert werden, können die Dimensionen der Figuren höchstens im Massstab 1:2 gehalten werden. Die menschliche Vielseitigkeit von Haltungen, Gemütsverfassungen und Bewegungssituationen wird gesteigert durch die subtile Farbgebung. Damit versteht Doris Althaus, ihren Figuren Leben einzuhauchen und den Eindruck zu erwecken, als würden sie sich realiter bewegen. Dazu kommen kleinformatige Szenerien von Menschen im Gespräch, oder Gruppen auf einem Diwan mit einer Fülle fantasievoller Details und köstlicher Frisuren.