«Kinder helfen Kindern.» Unter diesem Motto wurde die diesjährige bevorstehende «Sternenwoche» eingeleitet. Seit 2004 beteiligen sich schweizweit jährlich ungefähr 7'000 Kinder an diesem Unicef-Projekt. Stattfinden wird es vom 21. bis 25. November. Auch im Kanton.

Es geht darum, möglichst viele Spenden zu sammeln. Wie die Sammelprojekte aussehen, dürfen die Kinder selbst entscheiden. Die diesjährigen Spenden werden für die Flüchtlingskinder im Libanon eingesetzt, wo 800'000 Kinder in Zeltlagern leben und nicht mehr zur Schule gehen können.

Wie unzählige Klassen, Familien und Privatpersonen nehmen dieses Jahr die 34 Kinder der beiden sechsten Klassen der Primarschule Langendorf am Unicef-Projekt «Sternenwoche» teil. Die Kinderpressekonferenz, die den Kindern die Möglichkeit bietet, ihre Projekte vorzustellen, läutete gestern die «Sternenwoche» ein. Als Ehrengast war der ehemalige Nationalmannschaftsspieler und jetzige Unicef-Delegierte Alex Frei vor Ort.

Weshalb Fussballstar Alex Frei an der Kinderkonferenz teilnahm

Weshalb Fussballstar Alex Frei an der Kinderkonferenz teilnahm

Alex Frei war zu Gast an der von einer 6. Klasse in Langendorf organisierten Kinderpressekonferenz zum Unicef Projekt «Kinder helfen Kinder».

«Wir können musizieren»

Für die Gäste, die mit dem Auto eintreffen, warten beim Eingang bereits Parkeinweisschüler – professionell werden die Gäste empfangen. Auch beim Eingang warten weitere Schüler im Sternkostüm: Sie sind Wegweiser.

Impressionen von der Kinder Unicef Pressekonferenz

Impressionen von der Kinder Unicef Pressekonferenz

Neben der Pressekonferenz trugen die Schüler und Schülerinnen auch einiges vor.

«Wir können hier musizieren, jonglieren und spielen; andere Kinder können dies nicht», so beginnt die Konferenz nach einer musikalisch-künstlerischen Einleitung. Die Schüler stellen das Hilfswerk Unicef vor, erläutern die Situation der Kinder im Libanon und berichten schliesslich über ihre Projekte.

Nebst der aufwendigen Vorbereitung der Pressekonferenz haben sich die Schüler im Werkraum Mühe gegeben. Am 26. November werden sie die Werkarbeiten beim Coop Langendorf verkaufen. Doch das ist nicht alles: Sie werden am 24. November in Solothurn Strassenmusik machen und am 27. November am Bieltor in Solothurn Leckerein verkaufen; zudem erledigen sie die ganze Woche über kleinere Arbeiten für Lehrer, Nachbarn und Geschäfte.

Nach diesen Mitteilungen folgt der Höhepunkt für die Schüler: Sie interviewen Alex Frei. «Wie sind Sie zu Unicef gekommen?», fragt beispielsweise ein Schüler. Frei erklärt ihnen, dass er nun seit zirka sieben Jahren dabei sei. «Es müssen es aber nicht alle wissen», meint Frei. «Ich finde es toll, wenn ich mit meiner Person helfen kann», fährt er fort und fügt hinzu: «Wenn ich etwas mache, setze ich mich zu 100 Prozent ein.»

Fragen und Sternengebäck

Viele Fragen werden auch an Charlotte Schweizer, Mediensprecherin Unicef, gestellt, die vor Ort im Libanon war. Die Kinder erkundigen sich, wie es für Waisenkinder sei und fragen, wie es den Kindern gehe. Schweizer berichtet von ihren Erfahrungen und erklärt, dass «viele Leute zusammen in einem Zelt wohnen», Kinder wären dann oft mit Verwandten zusammen.

Auch versichert Schweizer, dass «die Kinder betreut werden und dass nun erreicht werden konnte, dass Flüchtlingskinder öffentliche Schulen besuchen dürfen.» Nach der Fragerunde geniessen die Gäste ein Sternenapéro.

Zwei 6. Klässler erklären weshalb sie die Kinderpressekonferenz organisiert haben

Zwei 6. Klässler erklären weshalb sie die Kinderpressekonferenz organisiert haben

Was dieses Projekt den Schülern bedeutet.

Die Kinder sind nach der Konferenz weniger nervös und erzählen über ihre Vorbereitungen. Alessio (12) berichtet, dass er die Teilnahme der Klasse am Projekt vorgeschlagen habe: «In der vierten Klasse haben wir das bereits einmal gemacht, es freut mich, dass es wieder geklappt hat.» Der betriebene Mehraufwand scheint sich für die Schüler gelohnt zu haben, sie erklären: «Es war spannend, diese Konferenz vorzubereiten.»

Alle Kinder freuen sich, bald ihre Kunstwerke und Leckereien zu verkaufen, «wir wollen damit etwas Gutes tun», ertönt es aus der bunten Sternenaula.