Selzach
Etwas Agglo-Feeling auf dem Land durch höhere Bauten

In Bäriswil West darf auf einer Parzelle teilweise dreigeschossig mit Attika gebaut werden. Für diese Parzelle musste ein Gestaltungsplan erarbeitet und aufgelegt werden.

Urs Byland
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Hier darf dreigeschossig mit Attika gebaut werden. Hanspeter Bärtschi

Hier darf dreigeschossig mit Attika gebaut werden. Hanspeter Bärtschi

Hanspeter Bärtschi

In Bäriswil West im Norden Selzachs, wo sich früher ein Sägereibetrieb befand, kommt die Realisierung einer Überbauung immer näher. 2007 wurde die Gewerbezone in die Wohnzone umgezont. 2014 wurde der westliche Teil in die Wohnzone W2b mit speziellen Zonenvorschriften und der östliche Teil in die Wohnzone W3 mit speziellen Zonenvorschriften umgezont. Für den östlichen Teil wurde eine Gestaltungsplanpflicht erlassen. Nun lag der Gestaltungsplan für das gesamte, 5315 Quadratmeter grosse Areal auf, das im Osten an den Lochbach grenzt.

Die Baubereiche für die vier Hauptbauten enthalten im östlichen Gebiet (drei Baufelder) drei Geschosse mit Attika und im westlichen Gebiet (ein Baufeld) zwei Geschosse mit Attika. Ist eine Fassade länger als 20 Meter, so ist diese in der Länge oder Höhe zu gliedern. Zugelassen sind ausschliesslich Flachdächer. Nicht störende Kleingewerbe- und Dienstleistungsbetriebe sind ebenfalls zugelassen.

Erwünschte Verdichtung

Auf den vier Baufeldern sind Bauten mit insgesamt rund 38 Wohneinheiten mit 2,5 bis 4,5 Zimmern geplant. Mit der Überbauung wird Wohnraum für etwa 60 bis 70 Personen geschaffen werden. Dies entspricht einer Bevölkerungsdichte von zirka 120 Personen pro Hektare und liegt über dem Soll-Dichtewert von 100 Personen pro Hektare für den agglomerationsgeprägten Raum. Die Überbauung trage somit zur Siedlungsentwicklung gegen innen bei, wird im begleitenden Raumplanungsbericht ausgeführt. Mit der Schaffung von 2,5- bis 4,5-Zimmerwohnungen in einem bereits bestehenden Einfamilienhausquartier werde zusätzlich zur Durchmischung des Quartiers beigetragen.

In der Einstellhalle sind 50 Parkplätze für die Bewohnerinnen und Bewohner vorgesehen. Zudem sind zehn oberirdische Besucherparkplätze vorgesehen.

Uferzone wird neu gestaltet

Durch die ehemalige Nutzung des Sägereibetriebes ist eine eigentliche, gestaltete Uferzone am Lochbach nicht vorhanden. Die Uferschutzzone entlang des Baches soll deshalb renaturiert und mit standortgerechter Ufervegetation begrünt werden. Allfällig bestehende Beläge innerhalb der neuen Uferschutzzone müssen entfernt werden. Die Umgebungsgestaltung soll die Uferschutzzone des Lochbachs respektieren und einen Übergang der naturbelassenen Uferschutzzone zu den Sitzplatzbereichen der Mehrfamilienhäuser schafft. Mit dem ersten Baugesuch muss die Umgebungsgestaltung in einem detaillierten Umgebungsplan aufgezeigt werden.

Nach Ablauf der Frist ist zum Gestaltungsplan bislang keine Einsprache eingereicht worden. Diese Angabe ist provisorisch.