Biberist
«Es ist wichtig, in die Stille zu gehen und neue Kraft zu schöpfen»

Franziska Haller ist die neue reformierte Pfarrerin im Pfarramt Süd Biberist.

Agnes Portmann-Leupi
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Franziska Haller.

Franziska Haller.

Agnes Portmann-Leupi

«Biberist hat mich sehr wohlwollend aufgenommen, in einem Begrüssungsgottesdienst mit vielen Leuten und Willkommensgeschenken», sagt die neue Pfarrerin Franziska Haller. Seit Januar amtet sie als Nachfolgerin von Pfarrer Christian Bürki im reformierten Pfarramt Süd Biberist. Sie freue sich, in einem Team und in einem eher städtischen Umfeld arbeiten zu dürfen. Dies im Gegensatz zum ländlichen Welschenrohr, wo sie eher auf sich allein gestellt war.

Franziska Haller liebt ihren Beruf und den Kontakt mit unterschiedlichsten Menschen. Zu ihren Aufgaben gehört, in fröhlichen und traurigen Momenten für alle da zu sein: in Gottesdiensten, Seniorenferien und -nachmittagen, Konfirmandenlagern, bei Taufen, Trauungen, Besuchen im Spital oder zu Hause und Beerdigungen. Im Religionsunterricht begleitet sie die 8.- und 9.-Klässler auf dem Weg zur Konfirmation. Zuständig ist sie für die reformierten Gottesdienste und Seelsorge im Alters- und Pflegeheim «Heimetblick». Wichtig sei ihr auch die Zusammenarbeit mit den Katholiken. «Wir dürfen unterschiedlich bleiben, aber miteinander reden und feiern», sagt sie.

Biberist als zweite Pfarrstelle

«Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, in die Stille zu gehen und neue Kraft zu schöpfen», bemerkt die Pfarrerin. Gott könne helfen, zur Ruhe zu kommen. «Mein Interesse für die Bibel und Fragen über Gott beschäftigten mich schon im Teenageralter», erzählt sie. Aufgewachsen ist die 35-Jährige mit drei Geschwistern in einer Lehrerfamilie im aargauischen Gränichen. Ihr Vater, der sich sehr für die Kirchgemeinde engagierte, habe ihr Interesse für den Glauben geweckt.

Für das Theologiestudium entschied sich Franziska Haller später kurzfristig, denn auch Sozialpädagogik und Mathematik faszinierten sie. Nach der Ordination im Berner Münster – zusammen mit zehn weiteren jungen Menschen – absolvierte Franziska Haller das Vikariatsjahr, die praktische Ausbildung für Pfarrer, in der Heiliggeistkirche in Bern. Sechs Jahre verbrachte sie anschliessend in Welschenrohr, ihrer ersten Pfarrstelle.

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