FDP und Parteilose haben Susanne Rufer als Kandidatin zur Nachfolge von Gemeindepräsident Herbert Schluep vorgeschlagen. Allerdings läuft die Anmeldefrist für weitere Interessierte noch bis zum 1. April. Sollte Rufer, die ehemalige Spitzensportlerin und heutige stellvertretende Leiterin der AEK-Kommunikation, keine weiteren Mitbewerber für dieses Amt haben, findet eine stille Wahl statt. Bei mehreren Kandidierenden ist eine Urnenwahl am 19. Mai vorgesehen.

Die Kandidatur von Rufer schien sich schon im Vorfeld unter den 38 Stimmberechtigten der ausserordentlichen Gemeindeversammlung in der Pfarrschür herumgesprochen zu haben, denn es erfolgte keinerlei Reaktion zu dieser Nomination.

Grosszügiger Souverän

1,8 Mio. Franken hatte die Budgetversammlung 2017 für die Aussenerneuerung der Turn- und Mehrzweckhalle bereits bewilligt. «Eigentlich hätten wir 2018 mit den Arbeiten beginnen wollen», erläuterte Gemeindepräsident Herbert Schluep. Doch etliche weitere Abklärungen und kleinere Planänderungen hätten zu einer Verzögerung geführt. Und dabei sei festgestellt worden, dass der Hallen-Innenraum auch dringend ein «Face-Lifting» nach mehr als 40 Jahren Betrieb benötige. «Wenn wir Aussen- und Innensanierung jetzt gemeinsam durchführen, profitieren wir von etlichen Synergien», sagte Schluep.

Architekt Pascal Steiner stellte kurz das gesamte Massnahmenpaket vor, in das sich «die Revitalisierung des Innenraums» effizient einfüge. «Der Zeitpunkt wäre mit Baustart am 1. April jetzt richtig», so Steiner. Sofern der Souverän die Zusatzkosten von 310 000 Franken aber jetzt ablehne, wären die Aussenarbeiten davon in keiner Weise betroffen. Fachleute in der Versammlung hatten die verschiedenen Erneuerungsmassnahmen genau unter die Lupe genommen und vermissten eine Anpassung der Elektroanlage auf heutige gesetzliche Normen. Stimmbürger Hans Leuenberger beantragte, dass das «uralte Tableau der Hauptverteilung» im Zuge der Arbeiten ersetzt werden solle. Denn ohne diesen Schritt – Leitungen würden unangetastet bleiben – befürchteten Sprecher weitere Reparaturen.

Die Versammlung teilte diese Ansicht und unterstützte den Antrag aus ihren Reihen mit Mehrkosten von rund 30 000 Franken einstimmig. Damit liegt der bewilligte Brutto-Kredit für die Innen- und Aussensanierung bei 2,14 Mio. Franken. Davon abzuziehen sind dann verschiedene Subventionen. «Das gibt eine gute Sache», freute sich Schluep schon auf die Fertigstellung im Oktober.

Nutzbarkeit der Aussenanlagen

Fragen insbesondere aus Turnerkreisen betrafen die Nutzbarkeit der Aussenanlagen, die rund zwei Wochen für die Dauer von Abbrucharbeiten gesperrt sind. Fürs nötige Training fürs Eidgenössische Turnfest will Gemeindewerkmeister Beat Schneider eine Lösung finden. Im ordentlichen aktuellen Gemeindebudget enthalten sei auch die Flutlichtanlage für die Aussenplätze, hiess es. Gefragt wurde ebenso nach der Benutzbarkeit der Bühne. Als Lagerort für schwere Materialien während der Bauzeit steht sie der Theatergruppe frühestens im Frühherbst zur Verfügung.