Schnottwil

Es gibt mehr Lohn für den Gemeindepräsidenten

Jürg Willi hat sich für einen höheren Lohn eingesetzt.

Jürg Willi hat sich für einen höheren Lohn eingesetzt.

Die Gemeindeversammlung von Schnottwil genehmigte die Erhöhung des Lohnes für den Gemeindepräsidenten auf 18'000 Franken und eine neue Aufteilung der Pensionskassenbeiträge.

Was in Recherswil nicht klappte, wurde an der Gemeindeversammlung in Schnottwil diskussionslos genehmigt. Der Gemeindepräsident erhält eine höhere Entschädigung. Statt 13'000 Franken wie bisher sind es künftig 18'000 Franken. Dafür eingesetzt hat sich Jürg Willi, der seine letzte Gemeindeversammlung leitete.

Nicht nur der Lohn des Gemeindepräsidenten war ein Thema. Auch der Antrag auf eine Anpassung bei der Pensionskasse wurde einstimmig gutgeheissen. Mit dem Entscheid des Gemeinderates vor einem Jahr, nicht den üblichen Koordinationsabzug von 24'675 Franken sondern 20 Prozent des versicherten AHV-Lohnes für die Berechnung des Pensionskassenlohns abzuziehen, haben sich für die Verwaltungsangestellten Mehrkosten ergeben.

Deshalb schlägt der Gemeinderat vor, statt wie bisher Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge im Verhältnis 50 zu 50 neu 40 zu 60 aufzuteilen. Die Mehrkosten für die Gemeinde betragen 12'400 Franken.

Erfolgreiche Steuersenkung

Das Hauptgeschäft war der positive Rechnungsabschluss. Vizegemeindepräsident Stefan Schluep freute sich über ein «sehr gutes Ergebnis». Zusätzliche Abschreibungen in der Höhe von 250'000 Franken konnten vorgenommen werden. Dennoch bleibt ein Ertragsüberschuss von 299'000 Franken übrig, der dem Eigenkapital (neu 1,866 Mio. Franken) zugeschrieben wird. Die Investitionen übertrafen mit netto 798'000 Franken leicht die budgetierten Zahlen.
Genauer betrachtete Stefan Schluep die Steuererträge.

Ein Plus im Vergleich zum Budget gab es bei den Steuererträgen der natürlichen Personen aus den Vorjahren (100'000 Franken), bei den juristischen Personen (40'000 Franken) und bei den Grundstücksgebühren (60'000 Franken). Dem gegenüber stehen Mindererträge bei den natürlichen Personen im Vorbezug 2016. Dennoch haben die Steuererträge trotz der Steuersenkung von 135 auf 130 Punkte insgesamt um etwa 200'000 Franken zugenommen.

Die Versammlung genehmigte die Rechnung ohne Gegenstimme. Ebenso das Reglement über die Ausgleichsabgabe. Künftig wird bei Ein- und Umzonungen eine Ausgleichsabgabe von 20 Prozent fällig. Das Geld wird für raumplanerische Massnahmen, etwa Auszonungen verwendet. Ausgenommen sind ehemalige Ökonomiegebäude, die nicht mehr landwirtschaftlich genutzt und für eine bessere Nutzung der Bauzone zugeführt werden.

Blumen für die Gattin

Jürg Willi konnte die 35 Stimmberechtigten auch von seinem Antrag in Sachen Inventurbeamter überzeugen. In Schnottwil amtet der Gemeindepräsident gleichzeitig als Inventurbeamter. Willi beantragte eine Ergänzung in der Gemeindeordnung. Die Befugnisse des Gemeindepräsidenten als Inventurbeamter sollen an eine Drittperson übertragen werden können. «Wir wollen nicht auslagern, aber im Konfliktfall an eine andere Person übergeben dürfen», erklärt Jürg Willi.

Konflikte seien möglich, wenn ein Fall im persönlichen Umfeld des Gemeindepräsidenten auftritt oder wenn die gesetzlichen Erben eine andere Person wünschen.

Ganz am Ende wurde nicht nur Jürg Willi gewürdigt, der zwölf Jahre im Gemeinderat, davon sechs als Gemeindepräsident, wirkte. Er schenkte auch Blumen seinen wichtigsten Begleiterinnen in seinen sechs Präsidialjahren – seiner Ehefrau Jacqueline und der Gemeindeschreiberin Susanne Mülchi.

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