Konkurs

Es gibt Interessenten für bestehende Aufträge der Lanco AG

Lanco AG in Bellach

Lanco AG in Bellach

«Der Konkurs der Firma Lanco ist für uns ein grösserer Fall; insbesondere, weil davon 50 Mitarbeitende betroffen sind», sagt Martin Schmalz, Chef des Kantonalen Konkursamtes. Dementsprechend gross ist der Aufwand für die «Aufräumarbeiten».

Die Abklärungen vor Ort, wie die Aufnahme des Inventars, die Feststellung der Aktiven, Einvernahmen der Verantwortlichen (Verwaltungsräte), Blockierung der Bank- und Postkonten usw., seien voll am Laufen. Ziel sei es, eine Übersicht über die finanziellen Verhältnisse zu erhalten.

Am Freitag werde die Konkurseröffnung mit einem ersten Schuldenruf und Aufforderung für Angebote zur Verwertung der Aktiven offiziell im Amtsblatt publiziert. «Für konkrete Angaben über die Höhe von Aktiven und Passiven ist es aber noch zu früh.» Es könne also auch nicht über die Höhe der Konkursdividende spekuliert werden.

Werden Aufträge herausgekauft?

Immerhin sind, so Schmalz, bereits Anfragen von Interessenten für die Übernahme von begonnenen und neuen Aufträgen oder für Produktionsanlagen bei der konkursiten Firma eingegangen. Dies würde die Konkursmasse positiv beeinflussen. Mit der allfälligen Übernahme solcher Aufträge wäre aber die Weiterbeschäftigung einzelner Angestellter nicht automatisch verbunden. Das wäre nur dann der Fall, wenn der Käufer gleichzeitig auch Personal mitübernehmen würde. Die vom Konkurs betroffenen Mitarbeitenden seien freigestellt. Sie könnten die bis zum Ende der ordentlichen Kündigungsfrist auflaufenden Lohnforderungen beim Konkursamt anmelden, erklärt Schmalz. Diese würden dann mit den Zahlungen der Arbeitslosenversicherung verrechnet. (fs)

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