Buchegg
Es gibt Fortschritte beim Wärmeverbund in Aetingen

Der geplante Wärmeverbund in Aetingen könnte schon in der nächsten Wintersaison in Betrieb gehen. Die Anlage, deren Wärmezentrale mitten im Dorf Aetingen liegen wird, kostet laut Erstellerfirma 1,040 Mio. Franken.

Gundi Klemm
Drucken
Teilen
Die Wärmezentrale der Anlage wird mitten im Dorf Aetingen liegen. (Symbolbild)

Die Wärmezentrale der Anlage wird mitten im Dorf Aetingen liegen. (Symbolbild)

Keystone

Wenn es nach den Vorstellungen der fünfköpfigen Arbeitsgruppe und Initiant Hans-Jakob Andres, Präsident der Bürgergemeinde Aetingen, geht, könnte schon Ende März die Trägerschaft «Wärmeverbund» gegründet werden. Vizegemeindepräsident Thomas Stutz informierte den Gemeinderat über die Rechtsform der neuen Gesellschaft für jetzt bereits 20 interessierte Wärmebezüger.

Der Gemeinderat hat

- die Vorprüfung des Gestaltungsplans GB Küttigkofen Nr. 76 («Alte Mühle») mit einigen Anregungen an Planer Heinrich Schachenmann beschlossen;

- den Gestaltungsplan Bibern GB Nr. 23 (Schreinerei) optimiert und mit 1 Enthaltung zur Vorprüfung frei gegeben. Vor der Projektauflage findet eine Mitwirkung für die Bevölkerung statt;

- neben der Wahl eines neuen Bademeisters für das Schwimmbad Mühledorf den Anstellungsvertrag plus Pflichtenheft für ihn und die Kioskleitung redigiert;

- dem Antrag der Kulturkommission, der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturgüterschutz beizutreten, zugestimmt;

- zum Projekt «Publiride» eine regionsübergreifende Verhandlungsführung durch das Kantonalamt für Verkehr empfohlen. (gku)

Ein entsprechender Antrag werde an der nächsten Sitzung traktandiert.

Die Anlage, deren Wärmezentrale mitten im Dorf Aetingen liegen wird, kostet laut Erstellerfirma 1,040 Mio. Franken. Vorgesehen ist, dass die Gesellschaft den Netzausbau finanziert, der einzelne Hausanschluss aber von jedem Liegenschaftsbesitzer selbst getragen wird mit einer Kostenfolge von 10 bis 12 000 Franken. Bereits liegen laut Stutz zwölf unterzeichnete Verträge für diese «ökologische Investition in die Zukunft» vor.

Auch wenn der Ölpreis jetzt niedrig sei, werde sich das Engagement lohnen. Denn Holz als Energieträger habe es ja im Bucheggberg genug. Auf Nachfrage von Ratsmitgliedern bezifferte Stutz die Kosten für eine Kilowattstunde auf 13,6 Rappen zuzüglich Grundgebühr. Angeschlossen an den Wärmeverbund werden auch die künftigen Häuser im Areal des Schulhauses Aetingen.

Wenn das Startkapital vorhanden ist, könnte der Bau des Wärmeverbundes im Spätsommer starten, damit er im nächsten Herbst/Winter schon Gebäude beheizt.

Mehr Nutzung erreicht

Die Information von Sabine Anderegg, Ressortleiterin Liegenschaften, hatte gezeigt, dass die Planungen zu Verkauf und Nutzung der Parzellen am nicht mehr benötigten Schulhaus Aetingen im Zusammenwirken mit dem Raumplanungsamt sehr gut in der Zeit liegen. Zwei Parzellen könnten sogar mit Doppelhäusern bebaut werden und so in verdichteter Bauweise mehr Nutzung erzielen.

Bekanntlich sollen die Grundstücke nebst nebenliegenden Gebäuden verkauft werden, um den Umbau des Schulhauses in Wohnungen zu finanzieren. Weiterhin betraut mit allen Vorbereitungsarbeiten wird das Architekturbüro Flückiger, das die Altgemeinde Aetingen in einem Wettbewerbsverfahren gewonnen hatte. Für das Gelände gilt Gestaltungsplanpflicht.

Kostenteiler Kultur

An der Informationsveranstaltung der Regionalplanungsgruppe Espace Solothurn Repla hatte Samuel Marti als Delegierter des Gemeinderats teilgenommen. Er meldete zum Thema «Kostenbeteiligung der Regionsgemeinden an regionalen Aufgaben» doch etliche «grundsätzliche» Vorbehalte an, die auch von Ratsmitgliedern geteilt wurden. Den grössten Widerspruch zeitige die Rechtsform, die ein «Mitreden» verhindere.

Besser wäre eine Art Zweckverband, der die Förderung der Kulturinstitutionen betreibe. Nach längerem Abwägen entschied der Rat, die von der Repla jetzt vorliegende Vereinbarung vorerst nur für drei Jahre mitzutragen. Das bedeutet, dass Buchegg für die mit insgesamt 1,6 Mio. Franken unterstützten Institutionen (Altes Spital, Kunsteisbahn, Stadttheater, Zentralbibliothek, Naturmuseum sowie Projekt Landschaftsqualität und Vernetzung) 28 182 Franken ausgibt.

Mit dem jährlichen Repla-Beitrag und der Kofmel-Förderung rundet sich diese Ausgabe auf 40 500 Franken. Auf einstimmigen Beschluss des Rates wird Gemeindepräsidentin Verena Meyer einen schriftlichen Antrag zu Veränderungswünschen an die Repla-Delegiertenversammlung stellen.

Aktuelle Nachrichten