Wenn es nach den Vorstellungen der fünfköpfigen Arbeitsgruppe und Initiant Hans-Jakob Andres, Präsident der Bürgergemeinde Aetingen, geht, könnte schon Ende März die Trägerschaft «Wärmeverbund» gegründet werden. Vizegemeindepräsident Thomas Stutz informierte den Gemeinderat über die Rechtsform der neuen Gesellschaft für jetzt bereits 20 interessierte Wärmebezüger.

 «Wir tendieren in Richtung Aktiengesellschaft, deren Anteile möglichst breit mit einem Mindestkapitalanteil von 5000 Franken gestreut werden sollten», so Stutz. Zur Gruppe der Interessenten in Aetingen zählen neben Privatpersonen die Kirchgemeinde, Golf Limpachtal mit seinem Bedarf von 170 Kilowattstunden und die Einwohnergemeinde, die sich, wie die AG hofft, mit 10 000 Franken beteiligen und auch ein Darlehen gewähren sollte.

Ein entsprechender Antrag werde an der nächsten Sitzung traktandiert.

Die Anlage, deren Wärmezentrale mitten im Dorf Aetingen liegen wird, kostet laut Erstellerfirma 1,040 Mio. Franken. Vorgesehen ist, dass die Gesellschaft den Netzausbau finanziert, der einzelne Hausanschluss aber von jedem Liegenschaftsbesitzer selbst getragen wird mit einer Kostenfolge von 10 bis 12 000 Franken. Bereits liegen laut Stutz zwölf unterzeichnete Verträge für diese «ökologische Investition in die Zukunft» vor.

Auch wenn der Ölpreis jetzt niedrig sei, werde sich das Engagement lohnen. Denn Holz als Energieträger habe es ja im Bucheggberg genug. Auf Nachfrage von Ratsmitgliedern bezifferte Stutz die Kosten für eine Kilowattstunde auf 13,6 Rappen zuzüglich Grundgebühr. Angeschlossen an den Wärmeverbund werden auch die künftigen Häuser im Areal des Schulhauses Aetingen.

Wenn das Startkapital vorhanden ist, könnte der Bau des Wärmeverbundes im Spätsommer starten, damit er im nächsten Herbst/Winter schon Gebäude beheizt.

Mehr Nutzung erreicht

Die Information von Sabine Anderegg, Ressortleiterin Liegenschaften, hatte gezeigt, dass die Planungen zu Verkauf und Nutzung der Parzellen am nicht mehr benötigten Schulhaus Aetingen im Zusammenwirken mit dem Raumplanungsamt sehr gut in der Zeit liegen. Zwei Parzellen könnten sogar mit Doppelhäusern bebaut werden und so in verdichteter Bauweise mehr Nutzung erzielen.

Bekanntlich sollen die Grundstücke nebst nebenliegenden Gebäuden verkauft werden, um den Umbau des Schulhauses in Wohnungen zu finanzieren. Weiterhin betraut mit allen Vorbereitungsarbeiten wird das Architekturbüro Flückiger, das die Altgemeinde Aetingen in einem Wettbewerbsverfahren gewonnen hatte. Für das Gelände gilt Gestaltungsplanpflicht.

Kostenteiler Kultur

An der Informationsveranstaltung der Regionalplanungsgruppe Espace Solothurn Repla hatte Samuel Marti als Delegierter des Gemeinderats teilgenommen. Er meldete zum Thema «Kostenbeteiligung der Regionsgemeinden an regionalen Aufgaben» doch etliche «grundsätzliche» Vorbehalte an, die auch von Ratsmitgliedern geteilt wurden. Den grössten Widerspruch zeitige die Rechtsform, die ein «Mitreden» verhindere.

Besser wäre eine Art Zweckverband, der die Förderung der Kulturinstitutionen betreibe. Nach längerem Abwägen entschied der Rat, die von der Repla jetzt vorliegende Vereinbarung vorerst nur für drei Jahre mitzutragen. Das bedeutet, dass Buchegg für die mit insgesamt 1,6 Mio. Franken unterstützten Institutionen (Altes Spital, Kunsteisbahn, Stadttheater, Zentralbibliothek, Naturmuseum sowie Projekt Landschaftsqualität und Vernetzung) 28 182 Franken ausgibt.

Mit dem jährlichen Repla-Beitrag und der Kofmel-Förderung rundet sich diese Ausgabe auf 40 500 Franken. Auf einstimmigen Beschluss des Rates wird Gemeindepräsidentin Verena Meyer einen schriftlichen Antrag zu Veränderungswünschen an die Repla-Delegiertenversammlung stellen.