Gemeinderat
«Es fehlt an Infrastruktur für Sportanlässe»: Bekommt Subingen doch eine Dreifachhalle?

Hans Ruedi Ingold’s Idee auf dem Prüfstand: Soll in Subingen statt einem Anbau an die bestehende Turnhalle beim Oberstufenzentrum OZ13 eine Dreifachhalle für die ganze Region gebaut werden?

Rahel Meier
Drucken
Teilen
Eine Turnhalle genügt nicht, um den Turnunterricht für alle Klassen im oz13 in Subingen zu gewährleisten.

Eine Turnhalle genügt nicht, um den Turnunterricht für alle Klassen im oz13 in Subingen zu gewährleisten.

rm

Die Adventszeit hat dem Wasseramt ein Geschenk beschert. Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold informierte am Donnerstagabend im Gemeinderat über die neusten Entwicklungen in Sachen Turnhallenneubau beim Oberstufenzentrum OZ13.

Ingold beschäftigt sich schon länger mit der Turnhalle. Mehrfach hat er auch die Zahlen kritisiert, mit denen der Verbandsrat operiert, wenn es um die Finanzierung der neuen Halle geht. «Nicht nur hier im Wasseramt, sondern zwischen Grenchen und Oensingen fehlt es an Turnhallen und Infrastruktur für Sportveranstaltungen», erklärte er.

Dies habe in der Zwischenzeit auch die Repla erkannt, die an der Delegiertenversammlung im März einen Kredit beantragt, um eine Sportstätten-Planung anzugehen. Eine Arbeitsgruppe der Repla soll eine Projektstudie erarbeiten. Dabei geht es um die Bestandesaufnahme der vorhandenen Infrastruktur, die Erhebung der Bedürfnisse und die Triage in kommunale und regionale Bedürfnisse.

Mini-Konferenz einberufen

Weil Ingold überzeugt ist, dass es falsch ist, beim OZ13 nur eine zweite Turnhalle für den Schulbetrieb anzubauen, hatte er neun seiner Gemeindepräsidiumskollegen zusammengerufen und diesen die Idee für den Bau einer Dreifachhalle vorgetragen. Er zeigte auf, dass die Dreifachhalle nur unwesentlich teurer würde. Den Berechnungen lag das Bauprojekt der Dreifachhalle in Biberist zugrunde.

Die Einfachhalle, wie sie vom Verbandsrat geplant wird, würde 5 Miollionen Franken kosten. Eine Dreifachhalle könne für 8,3 Miollionen Franken gebaut werden. Subingen hat selber Bedarf für eine weitere Halle und überlegt sich darum als Standortgemeinde einen Drittel-Anteil an die Dreifachhalle zu zahlen. Der Verbandsrat rechnet mit jährlichen Nettokosten von 33'900 Franken pro Jahr, die für die zweite Turnhalle aufzuwenden wären.

«Seriös gerechnet sind die Ausgaben höher und liegen bei 139'200 Franken», sagte Ingold im Gemeinderat. Und für die Dreifachhalle würden die jährlichen Kosten mit 216'873 Franken ausgewiesen. Für die Dreifachhalle spreche zudem, dass man diese losgelöst vom Schulbetrieb und damit ohne Störung des Schulbetriebes realisieren könnte. Zudem könnte die alte Halle für andere Bedürfnisse umgebaut werden. «Der Schule fehlt heute ein Aula, es gibt keine Kantine oder einen Mittagstisch», so Ingold.

Laut Ingold waren seine Gemeindepräsidentenkollegen «unisono begeistert» und aus diesem Grund gehe die Arbeitsgruppe der Oberstufe die Planung nun nochmals neu an und diskutiere die Idee der Dreifachturnhalle. «Die Schule braucht nicht drei Hallen», machte Ingold deutlich.

Aber die Gemeinden und die Vereine hätten eindeutig Bedarf nach weiteren Hallen und vor allem auch Hallen, in denen die Normen eingehalten werden, um Meisterschaftsspiele in Hallensportarten wie beispielsweise Handball, Volleyball oder Unihockey zu spielen. «Die Machbarkeit für eine Dreifachhalle muss unbedingt überprüft werden. Sonst vergeben wir eine grosse Chance», war Ingold absolut überzeugt.

Aktuelle Nachrichten