Schnottwil

Es brauchte drei Auflagen bis zur Genehmigung der Ortsplanungsrevision

Ungewohnte Dorfansicht von Schnottwil.

Ungewohnte Dorfansicht von Schnottwil.

Mit der revidierten Ortsplanung muss der Qualitätssicherung im Baugebiet von Schnottwil vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Drei Auflagen waren nötig, bis die Ortsplanungsrevision von Schnottwil unter Dach und Fach war. Zur ersten Auflage gingen sieben Einsprachen ein, die teilweise gutgeheissen oder abgewiesen wurden. Eine Einsprache wurde bis zum Regierungsrat weitergezogen. Weil im Rahmen der Einsprachebehandlung in einigen Fällen die Nutzungsplanung geändert wurde, war eine zweite Auflage erforderlich. Hier blieben Einsprachen aus. Die Behörden konnten guten Gewissens die revidierte Ortsplanung dem Regierungsrat zur Genehmigung einreichen.

Doch es kam anders. Im Amt für Raumplanung wurden bei der Prüfung grundsätzliche Vorbehalte geäussert. Die Planung erfülle die Vorgaben des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes sowie des kantonalen Richtplanes «noch nicht in erforderlichem Mass». Konkret verzichteten in der Folge die Behörden auf eine geplante Einzonung im Gebiet Gässli, weil laut Kanton die Auswirkung auf das Ortsbild von nationaler Bedeutung zu wenig berücksichtigt worden ist, wie auch bei weiteren planerischen Massnahmen, die in der Folge abgeändert wurden. Eine 3. Auflage wurde nötig, die ohne Einsprachen ablief.

Schnottwil hat keine Reservezonen mehr

Am 22. September genehmigte der Regierungsrat die revidierte Ortsplanung. Im Beschluss erklärt er, dass die Beschwerde abgewiesen wird. Dabei ging es um die Sichtberme (Sichtzone) bei der Ausfahrt von einer Privatstrasse auf eine Kantonsstrasse. Beantragt wurde, auf diese Sichtzone zu verzichten, weil der bestehende Zaun angepasst werden müsste. Man sei nicht bereit, diese Kosten zu tragen.

Mit der Gesamtrevision nimmt das Siedlungsgebiet in Schnottwil um 1,95 Hektaren Land zu. Einzonungen umfassen 2,25 Hektaren. Davon entfallen 1,55 Hektaren auf bereits überbaute Gebiete, insbesondere nicht mehr landwirtschaftlich genutzte Bauten, deren Bauvolumen sich für Nachverdichtungen eignet und die ohne Kompensationspflicht der Bauzone zugeordnet werden können.

0,3 Hektaren betreffen Arrondierungen und 0,4 Hektaren eine Einzonung. Diese wird mit einer annähernd flächengleichen Auszonung kompensiert. Zudem werden Reservezonen der Landwirtschaftszone zugewiesen.

«Die Entwicklung sollte nicht zufällig geschehen»

Die Genehmigung der revidierten Ortsplanung geht aber nicht ohne Nebengeräusche vonstatten. Zwar würden Massnahmen zur Unterstützung der Siedlungsentwicklung nach innen ergriffen. Aber es werde nicht beschrieben, wie eine qualitätsvolle Nachverdichtung der bebauten Bauzonen angestrebt wird. Oder wie eine qualitative hochwertige Bebauung der noch unbebauten Flächen erreicht werden kann.

Dies seien für Schnottwil die zentralen Aufgaben in den nächsten 10 bis 15 Jahren. «Die Entwicklung sollte nicht zufällig geschehen.» Der Gemeinde wird empfohlen zu prüfen, ob für ausgewählte Gebiete entsprechende Verfahren unter Einbezug der Grundeigentümer durchgeführt werden können. Und im Baugesuchsverfahren soll bei der Umsetzung der Zonenvorschriften die für das Dorf vorliegende Dokumentation des Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung genutzt werden.

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